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| Technisch hat sich nicht
viel getan im fünften Teil der Tomb Raider-Saga. Noch immer bewegt sich Lara
durch die klassische, inzwischen leicht aufpolierte 3-D-Engine, die man schon aus den
Vorgängerspielen kennt, und auch an der Steuerung hat sich wenig verändert. So leidet dieser Teil ebenfalls unter diversen Clippingfehlern (Laras Körper ragt zum Teil in Wände, Türen und andere Hindernisse), einer unflexiblen Steuerung und verwaschenen Texturen. Diese Schönheitsfehler können jedoch Lara-Fans nicht abschrecken, denn die Stärken von Tomb Raider liegen in ganz anderen Bereichen. Da Lara am Schluß des vierten Teils aller Wahrscheinlichkeit nach ums Leben kam, versteht sich Tomb Raider: Die Chroniken als Rückblick auf die Kult-Serie. Trauernde Familienmitglieder und Freunde erinnern sich an aufregende Episoden aus Laras Leben, die der Spieler interaktiv nacherleben darf. Tomb Raider: Die Chroniken bietet vier grundverschiedene Hintergrundgeschichten an und spielt sich deshalb abwechslungsreicher als seine Vorgänger. So ist die wohl berühmteste Polygonheldin im bekannten Tomb Raider-Stil in Rom unterwegs, um den Philosophenstein zu erbeuten, entwendet in einem geheimnisvollen Mystery-Abenteuer den Speer des Schicksals aus den Händen des russischen Geheimdienstes, geht auf einer irischen Insel den seltsamen Machenschaften unheimlicher Wesen nach und muß abschließend in einem Cyberabenteuer in ein High-Tech-Hochhaus eindringen und als Hackerin Sicherheitseinrichtungen deaktivieren. Tomb Raider: Die Chroniken erweist sich als gelungener Abschluß einer Action-Adventure-Serie, der zwischenzeitlich schon mal die Luft auszugehen drohte. Daß mit Lara Croft dennoch nicht Schluß ist, beweist der für 2001 angekündigte Tomb Raider-Film -- und wer weiß, vielleicht läßt Eidos/Core Design seine Heldin in einigen Jahren doch wieder wie Phönix aus der Asche erstehen. |
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