(T)Raumschiff Surprise: Periode 1
Take 2 2004 Adventure
Die Enterprise-Persiflage des Comedy-Teams um Bully Herbig zählt zu den
gelungeneren Science-Fiction-Satiren der letzten Jahre. Deshalb läuft auch der
Merchandising-Apparat auf Hochtouren und beschert dem multimedialen Publikum einen (von
Stefan Raab produzierten) Soundtrack, ein Computerspiel, T-Shirts mit (T)Raumschiff
Surprise-Aufdrucken und allerlei unnützen Tand zu dem deutschen Filmereignis.Anders
als bei Der Schuh des Manitu (ebenfalls von Bully) kann sich das Computerspiel zu
(T)Raumschiff Surprise durchaus sehen lassen. Das liegt vor allem an der halbwegs
souveränen technischen Umsetzung und an den Originalsprechern aus Bullys Comedy-Show.
Spielerisch lebt (T)Raumschiff Surprise besonders von den humorvollen Dialogen
und der ausgezeichneten Synchronisation. Das kosmische Schwulentheater dürfte dabei
Heteros wie Homos begeistern, obwohl etwas zu viele Schwulen-Klischees abgehandelt werden
und es technisch durchaus einiges zu bemängeln gibt. Da sind zum einen die steifen
Animationen der Spielfiguren, die wenigen Handlungsschauplätze und die etwas zu
konservativen Rätsel. Doch gerade über Letzteres ließe sich durchaus streiten. (T)Raumschiff
Surprise versteht sich schließlich als Comedy-Adventure, bei dem zu schwierige
Rätsel den Spielspaß drücken könnten. Eine gute Idee sind die freizuspielenden
Minigames wie die Miss Waikiki-Wahl oder Taxi-Shooter. Wurde ein Minispiel freigeschaltet,
kann man es jederzeit über das Menü aufrufen und unabhängig vom Hauptspiel zocken.

Inhaltlich erlebt der Spieler die Geschichte des Kinofilms nach, wobei sich die Rätsel
eher mit den Nebensächlichkeiten der Filmhandlung auseinander setzen und man sich
beispielsweise darum kümmern muss, dass Spuck seinen kaputten Früchtekranz für die
Miss-Waikiki-Wahl repariert bekommt. |
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- Systemanforderung
- Pentium 3 800, 256 MB, Win98+

- Wertung

80%
Spielspaß

60%
Grafische Präsentation
- Geeignet für Einsteiger
Gerd
Frey ALIEN CONTACT