![]() |
| Science
Fiction > Alien Contact Computerspiele |
|
| Daß sogar für korrupte Diktatoren das Leben kein Zuckerschlecken ist,
beweist das humorvolle Strategiegame Tropico. Der Spieler schlüpft selbst in die
Rolle eines dieser unbeliebten Staatsoberhäupter und herrscht zu Beginn nur über ein
Häuflein Menschen in ärmlichen Wellblechhütten auf einer idyllischen Insel. Schnell
muß mehr Geld in die Staatskasse, um das hochgesteckte Ziel eines blühendes Staatswesens
zu erreichen. Das dies nicht ganz ohne soziale Verantwortung geht, ist spätestens dann
klar, wenn man durch Volksaufstände oder einen Militärputsch aus dem Regierungsamt
gefegt wurde. Aber soweit muß es ja nicht kommen ... Damit in der virtuellen Bananenrepublik die Wirtschaft floriert, stehen dem Spieler eine Menge Manipulationsmöglichkeiten offen. Ähnlich dem Aufbaustrategiegame Die Siedler muß man zuerst für eine stetig expandierende Bevölkerung sorgen, die unter keinen wesentlichen Mängeln leiden darf. Dies erreicht man am besten durch den Bau von Wohnhäusern und die Errichtung eines kleinen Wirtschaftssystems. Hat man durch den Bau der richtigen Gebäude und eine intelligente Prioritätenvergabe einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf in Gang gesetzt, kann man an den Export von profitablen Wirtschaftsgütern wie Tabak, Alkohol oder exotischen Früchten (Konserven) denken. Später wird dann auch die touristische Komponente interessant. Gibt es genügend Freizeitangebote und bauliche Attraktionen zu bewundern, fließt eine Menge Geld in die Staatskasse. Tropico verzichtet natürlich auf extreme Mittel der Diktatur. Man kann zwar Wahlmanipulation betreiben und Geld in dunklen Kanälen versickern lassen, militärische Gewalt gegen die eigenen Bewohner ist jedoch nicht möglich. Für ein schnelles Spiel zwischendurch eignet sich Tropico nicht, da der Wirtschaftskreislauf und die zu berücksichtigenden Faktoren sehr komplex sind. Aufbau und Strategieliebhaber bekommen jedoch ein ausgezeichnetes Game mit hohem Fun-Faktor geboten. |
![]() |