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Fiction > Alien Contact Computerspiele |
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Seit der Veröffentlichung von Bram Stokers Dracula gelten
Vampire als tragische und vielleicht vielschichtigste Kreaturen der unheimlichen
Literatur. In Vampire: The Masquerade - Bloodlines (dem Nachfolger der
erfolgreichen Rollenspielumsetzung Vampire: Die
Maskerade - Redemption) schlüpft der Spieler selbst in die Haut eines dieser
schwermütigen Geschöpfe und muss in einer Art Parallelwelt der Gegenwart in der Stadt
der Engel um sein Überleben kämpfen.In der Hauptquest von Bloodlines hat man die Aufgabe, den Sarkophag von Ankara ausfindig machen, in dem angeblich der Urvater aller Vampire seiner Wiederauferstehung entgegensieht. Dem eigenen Vampir steht dafür ein Arsenal an Vampirkräften (je nach Charakterwahl), Fähigkeiten und Eigenschaften zur Verfügung. Hat der Spieler den Einstieg in die Spielgeschichte gefunden, erwarten ihn vielfältige Aufgaben, eine verzweigte Storyline und ein von den getroffenen Entscheidungen abhängiges Spielende. Als Vampir ist man den Regeln der Maskerade unterworfen. Seine Vampirkräfte und den Hunger nach Blut darf man nicht in der Öffentlichkeit ausleben. Verstößt man zu oft gegen diese Regel, wird man hingerichtet ...
Wie in dem Cyberpunk-Thriller Deus Ex bleibt es dem Spieler überlassen, auf welche Art und Weise er die verschiedenen Aufgaben angeht. Er kann sich heimtückisch und lautlos bewegen wie ein Dieb, gnadenlos und präzise töten wie ein Auftragskiller oder behutsam und überlegt vorgehen wie ein Diplomat. Rollenspieltypisch erhält man Erfahrungspunkte für das Lösen von Aufgaben oder das Bezwingen von Gegnern. Die Erfahrungspunkte können auf die verschiedenen Eigenschafts- und Fähigkeitswerte der eigenen Spielfigur verteilt werden. Da Bloodlines auf der Source-Engine von Half Life 2 basiert, kann sich der Spieler an schicken, nahezu realistisch wirkenden Wasserflächen, plastischen Texturen und aufwändigen Charaktermodellen erfreuen. Die eindrucksvolle Physik-Engine spielt dagegen so gut wie keine Rolle. Lediglich in den Kampfgebieten findet man etliche bewegliche und zerstörbare Items, die physikalisch korrekt durch die Landschaft kullern oder fliegen. Obwohl die grafische Qualität von Bloodlines nicht an die von Half Life 2 heranreicht, sind die Hardwareanforderungen höher. Etwas Leistungsoptimierung wäre hier wünschenswert gewesen! Ein schneller Prozessor (ab 2 GHz) und vor allem viel Arbeitsspeicher (ideal sind 1024 MB) sollten schon auf dem Motherboard verbaut sein, um die Welt von Bloodlines in akzeptabler Qualität auf dem Monitor zu genießen. Ärgerlich sind vor allem die vermeidbaren Mängel im Spiel. Trotz der vielschichtigen Hintergrundwelt und der spannenden Spielstory gibt es zu wenig Interaktionsmöglichkeiten mit Gegenständen und Objekten. Oft stehen Charaktere einfach nur in der Gegend herum und warten darauf, dass man sie anspricht. Die Handlungsschauplätze in Los Angeles wirken etwas leblos, da keine Fahrzeuge unterwegs sind. Hier könnte sich das Spiel ein Beispiel an GTA 3 oder dem schon etwas älteren Action-Adventure The Nomad Soul nehmen. Hinzu kommen eine ganze Reihe von Grafikbugs, die zum Teil dazu führen, dass man seinen letzten Spielstand neu laden muss. Schade ist ebenfalls, dass Activision dem Spiel keine deutsche Sprachausgabe spendierte, sondern nur dröge deutsche Untertitel eingeblendet werden. |
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