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Mit dem Science-Fiction-Abenteuer
Yager zeigt ein kleines Berliner Entwicklungsstudio der Konkurrenz, wie ein
Action-Adventure der neuesten Generation auszusehen hat. In Yager verschlägt es
den Spieler auf eine farbenfrohe Zukunftserde, auf der Politik allein von mächtigen
Konzernen betrieben wird und das Leben zu einem harten Überlebenskampf geworden ist. Als
Freelancer Magnus Tide übernimmt der Spieler gefährliche Aufträge in der
Freihandelszone, einer Art gesetzesfreien Raum zwischen den Einflusssphären zweier
Megakonzerne. Meist ist Tide dabei mit dem wendigen und schwer bewaffneten
High-Tech-Gleiter Sagittarius unterwegs und muss sich mit Piraten, anderen
Freelancern und paramilitärischen Polizeieinheiten gegnerischer Firmen herumschlagen.Yager glänzt besonders mit einer anspruchsvollen 3D-Optik, der aktuell kaum ein anderes Produkt auf dem Spielemarkt Paroli bieten kann. Der Spieler hat das Vergnügen, mit einem Gleiter über eine nahezu naturrealistische Topographie zu manövrieren. In dem mit Pixel-Shader-Technik umgesetzten, wogenden Wasser spiegelt sich die Umgebung, dynamische Lichtquellen und Partikeleffekte eingeschlossen. Hügel und Berge wirken - dank weich laufender Konturen - naturgetreu, und auch die Explosionen können sich sehen lassen.
Bei den Missionen wird Abwechslung groß geschrieben. Während es in einer Episode beispielsweise darum geht, ein Piratennest auszuräuchern, holt man in einem anderen Einsatz von einem stationären Geschützturm aus angreifende Gegner vom Himmel. Dabei sind die Missionen meist in zwei bis drei Etappen untergliedert, an denen temporär zwischengespeichert wird. Erst nach dem erfolgreichen Abschluss eines Levels wird automatisch ein permanenter Spielstand angelegt. Die einzelnen Episoden wurden gut in die Gesamtgeschichte eingebettet, in der Hauptprotagonist Magnus Tide die gefährlichen Machenschaften des militärisch organisierten Firmenimperiums DST aufdeckt. Zwar gewinnt die Story keinen Originalitätswettbewerb, ist aber handwerklich gut umgesetzt und vermag ausgezeichnet zu unterhalten. Abzüge bekommt Yager allenfalls in kleineren Detailbereichen. Die einzige Einschränkung hinsichtlich der Grafik ist die starre Himmelskuppel. Auf bewegte Wolken muss der Spieler leider verzichten. Etwas unglücklich ist auch die Konfiguration der Maus geraten. Hier muss man die X-Y-Bewegungsachsen erst umständlich zuweisen. In der Standardeinstellung lässt sich mit der Maus nämlich nur feuern. - Davon abgesehen ist Yager ein rundum gelungenes Abenteuerspiel mit einer grandiosen 3D-Grafik und einem hohen Schwierigkeitsgrad. |
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