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| ALIEN CONTACT 48 |
von Wolfgang Both
| Lexikon
| Medien > Der Zeitungsroman |
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| Es ist denkbar, dass viele Leser von Fortsetzungsromanen, die in
Tageszeitungen erschienen die Ausschnitte gebunden ins Regal stellten. Zeitweise
erschienen Zeitungsromane sogar im Hochformat, um sie besser binden zu können (Beispiele:
Gails Schuss ins All, Tolstois Das Geheimnis der infra-roten Strahlen
oder Dominiks Kautschuk). Im Internationalen Zeitungsmuseum in Aachen pflegt
man zwar Bestände aus über einem Jahrhundert, aber man kann nicht nach Themen
recherchieren ( In der Literaturkritik findet das Feuilleton zwar Beachtung, aber der Fortsetzungsroman wird höchstens an Beispielen aus der Hochliteratur reflektiert. So erschienen Fontanes Frau Jenny Treibel (DEUTSCHE RUNDSCHAU, 1891) oder Kellermanns Tunnel (VELHAGEN & KLASINGS MONATSHEFTE 1912) als Vorabdrucke und wurden eifrig besprochen, was den Verlage die Möglichkeit eines Markttests gab. Der Vorabdruck wird nicht als verkaufsschädlich, sondern als verkaufsfördernd angesehen. Vielfach wird der Vorabdruck sogar angekündigt, in anderen Fällen auf die Buchausgabe hingewiesen. Über die Leserreaktionen kann man sich einen ersten Eindruck über den Erfolg verschaffen. |
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| Und die gesamte Palette der Parteipresse von der ROTEN
FAHNE bis zum VÖLKISCHEN BEOBACHTER hat sich
des Zeitungsromans bedient. Alle großen Tageszeitungen nutzten dieses Mittel der
Leserbindung und -unterhaltung. Damit ist der »Zeitungsroman« keine eigenständige Romanform, sondern der Vorabdruck eines Buchromans, eine Vertriebsform für die Verlage. Auf dem Gebiet der Zukunftsromane (s. Liste am Ende) war der Hugenbergsche Pressekonzern führend, zu dem auch die UFA gehörte, die Romane wie Frau im Mond oder FP1 antwortet nicht verfilmte. |
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| Teil 5: Science
Fiction im deutschen Zeitungsroman |
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