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Science Fiction im deutschen Zeitungsroman <-- Teil 4 -->

Zeitungsroman vs. Buchedition

von Wolfgang Both

Lexikon | Medien
> Der Zeitungsroman
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Es ist denkbar, dass viele Leser von Fortsetzungsromanen, die in Tageszeitungen erschienen die Ausschnitte gebunden ins Regal stellten. Zeitweise erschienen Zeitungsromane sogar im Hochformat, um sie besser binden zu können (Beispiele: Gails Schuss ins All, Tolstois Das Geheimnis der infra-roten Strahlen oder Dominiks Kautschuk).

Im Internationalen Zeitungsmuseum in Aachen pflegt man zwar Bestände aus über einem Jahrhundert, aber man kann nicht nach Themen recherchieren ( www.izm.org). In zahlreichen Bibliotheken und Museen (Staatsbibliothek, Deutsche Bücherei, Deutsches Historisches Museum) lagern Bestände an Tages- und Wochenzeitungen im Original oder als Rollfilm. Inzwischen ist sogar ein elektronischer Katalog im Internet verfügbar ( zdb-opac.de ), im dem die Standorte von Zeitungen und Zeitschriften recherchiert werden können. Aber deren Inhalte muss man sich selbst erschließen. So ist man auf Zufallsfunde angewiesen. Dabei ist Berlin mit Standorten und Beständen sehr gut ausgestattet. Die verschiedenen Bibliothekssysteme gestalten die Recherchen aber recht gewöhnungsbedürftig.

In der Literaturkritik findet das Feuilleton zwar Beachtung, aber der Fortsetzungsroman wird höchstens an Beispielen aus der Hochliteratur reflektiert. So erschienen Fontanes Frau Jenny Treibel (DEUTSCHE RUNDSCHAU, 1891) oder Kellermanns Tunnel (VELHAGEN & KLASINGS MONATSHEFTE 1912) als Vorabdrucke und wurden eifrig besprochen, was den Verlage die Möglichkeit eines Markttests gab. Der Vorabdruck wird nicht als verkaufsschädlich, sondern als verkaufsfördernd angesehen. Vielfach wird der Vorabdruck sogar angekündigt, in anderen Fällen auf die Buchausgabe hingewiesen. Über die Leserreaktionen kann man sich einen ersten Eindruck über den Erfolg verschaffen.





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Und die gesamte Palette der Parteipresse von der ROTEN FAHNE bis zum VÖLKISCHEN BEOBACHTER hat sich des Zeitungsromans bedient. Alle großen Tageszeitungen nutzten dieses Mittel der Leserbindung und -unterhaltung.

Damit ist der »Zeitungsroman« keine eigenständige Romanform, sondern der Vorabdruck eines Buchromans, eine Vertriebsform für die Verlage. Auf dem Gebiet der Zukunftsromane (s. Liste am Ende) war der Hugenbergsche Pressekonzern führend, zu dem auch die UFA gehörte, die Romane wie Frau im Mond oder FP1 antwortet nicht verfilmte.

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