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| ALIEN CONTACT 48 |
von Wolfgang Both
| Lexikon
| Medien > Der Zeitungsroman |
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| Ab und zu gibt es einen Glücksfall bei der Durchsicht zahlloser Filmmeter
und brüchiger Zeitungsseiten. Als bisher unbekannt entpuppte sich ausgerechnet der Roman Der
Freiheit entgegen! 1929 im VÖLKISCHEN BEOBACHTER. Die
weiteren Forschungen ergaben, dass er bisher nicht in Buchform erschienen ist. Des
weiteren bleibt der Autor unbekannt. Trotz Suche im Nürnberger Stadtarchiv, im
Bundesarchiv sowie in Kürschners Literaturkalender ist keine Spur von ihm zu finden. Während Renn und Remarque ihre Schlachtfelderlebnisse 1914/18 in heute noch beachteten Anti-Kriegsromanen aufarbeiteten (die auch als Fortsetzungsromane gedruckt wurden), erschien gleichzeitig eine Fülle von national-völkischen Utopien, die erst dem verlorenen Kaiserreich nachtrauerten, dann auf eine nationale Wiedergeburt setzten /1/. In diese Serie reiht sich Der Freiheit entgegen! Ein Roman von Deutschlands Zukunft von Wilhelm Lehner, Nürnberg, ein. Er erschien zwischen Januar und März 1929 im VÖLKISCHEN BEOBACHTER. Ein zentrales Motiv dieser Werke ist die Versailles-Revanche, aber auch das Führer-Motiv, das Rückzugs-Motiv (aus Abscheu vor der Weimarer Republik) und das Wiedergeburts-Motiv sind Themen dieser Zeit. Schon die Untertitel der Bücher jener Zeit (»Die Geschichte der nächsten Befreiung«, »eine militärisch-politische Prophezeiung« oder »eine Warnung und ein Ziel, ein sozialer Zukunftsroman«) tragen die Programmatik des Werkes in sich, die sich nicht von der literarischen Massenware abheben, sondern sich Kampfschriften und Pamphleten nähern. In Lehners Roman beschwören ehemalige Frontflieger den alten Korpsgeist und bauen heimlich eine neue Luftwaffe, um sich vom Versailller Schandfrieden zu befreien. Ein schussfestes Supermetall, modernste Giftgasbomben und weitere Innovationen stellen den technischen Vorsprung vor dem Erzfeind Frankreich sicher, der schon den Rhein überschritten hat und Deutschland gemeinsam mit Polen und der Tschechslowakei in die Zange nimmt. Zuvor quälte den Protagonisten Hartmann aber das Heimweh: Patriotismus lässt ihn aus Südamerika in sein geschundenes Heimatland zurückkehren, das er nach der Demobilisierung der kaiserlichen Luftwaffe verließ. Gemeinsam mit den Fliegerkameraden im Ministerium, in der Aluminiumhütte und auf dem Flugplatz wird ein überlegenes Flugzeug konstruiert und gebaut, mit die feindliche Luftwaffe zurückgeschlagen, ein Vergeltungsangriff auf Verdun (!) und ein ultimativer Angriff auf Paris geflogen werden. Da die republikanische Regierung in Berlin immer noch mit den »Volksverrätern von 1918« besetzt ist, bleibt den Frontkameraden kein anderer Weg zur Befreiung Deutschlands. Zwanzig Jahre nach dem Schmachfrieden erklärt die französische Regierung unter dem Brummen der Bombermotoren den Versailler Vertrag für null und nichtig. Auf ihrem Rückflug sehen die Helden, wie auf dem Straßburger Münster schon die Reichsflagge gehisst wird. Zwischendurch findet Hartmann seine Jugendliebe Gerda wieder, und sie werden ein Paar eine Liebesgeschichte ist also auch enthalten. |
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| Teil 7: Hans Dominik im
Fortsetzungsroman |
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