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Donald Duck: Die Verlorene Welt

in: Lustiges Taschenbuch 213, übersetzt von Gerlinde Schurr, Eckart Sackmann (Stuttgart: Ehapa, 1995), S. 5-88.

Handlung | Kritik

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Handlung

Donald Duck, ein Reporter der London Times, erhält im Jahr 1895 von seinem Chef den Auftrag, den berühmten und berüchtigten Professor Challenger zu interviewen. Donald gibt sich als Schüler seines Kollegen Primus von Quack aus, der ihn jedoch in seiner Zerstreutheit verrät, so daß eine Schlägerei zwischen Challenger und Donald entbrennt. Dann zeigt Challenger Zeichnungen vom Felsplateau in Amazonien und von einem Stegosaurus. Auf dem Zoologen-Kongreß am selben Abend stört Challenger den Vortrag von Professor Waldron mit der Behauptung, daß die Dinosaurier keineswegs ausgestorben seien. Um seine These zu überprüfen, wird eine Expedition zusammengestellt, an der sich Quack, Donald und der Milliardär Dagobert Duck beteiligen. (Als Donald nach einer Fliege schlägt, faßt Challenger seine Handbewegung als freiwillige Meldung auf.) An Bord des Schiffes wird Dussel als blinder Passagier entdeckt. Nach einem anstrengenden Marsch durch den südamerikanischen Dschungel stehen sie vor dem Hochplateau, der »Verlorenen Welt«, und sehen einen Pterodaktylus. Eine Höhle in der Felswand erweist sich als verschüttet, so daß die Abenteurer über einen vorgelagerten schmalen Felskegel hinaufsteigen. Oben stürzt der Baum um, als Dussel sich dagegenlehnt, wodurch nun eine Brücke über den Abgrund zur Verfügung steht. Nachdem die Abenteurer die Verlorene Welt betreten haben, wirft ein finsterer Begleiter, der sich nun als Panzerknacker entpuppt, den Baumstamm in die Tiefe. Er arbeitet im Auftrag von Professor Waldron und will mit seinen Kollegen Dagoberts Gold rauben, während der Milliardär auf dem Plateau festsitzt. Dank Dussel kann auch dieses Problem gelöst werden.

Nachdem sie ihr Lager aufgeschlagen haben, greift ein Schwarm Pterodaktylen an, und bei der Flucht stößt man auf ein riesiges Iguanodon. Nachts stapft ein gewaltiger Raubsaurier heran, dem Dussel einen brennenden Holzscheit in den Rachen wirft und somit den feuerspeienden Drachen erfindet. In der nächsten Nacht verläßt Dagobert das Lager, um nach blauer Tonerde zu suchen. Donald folgt ihm, doch Dagobert weicht seinen Fragen aus, bis sie am Rand eines Sumpfes von einem Brontosaurus erschreckt werden. Nach ihrer Rückkehr finden sie das Lager verwüstet vor, und Dussel berichtet, daß die anderen von einer Horde Affen entführt wurden. Sie können die Kameraden und zwei Eingeborene aus dem Baumdorf der Affen befreien, die sie zu ihrem Dorf bringen. Als die Affen zurückkommen, wehren sie sich mit Eierschalen, die Challenger mit einem explosiven Gas gefüllt hat. Aus Dankbarkeit zeigen die Eingeborenen ihnen einen Tunnel, der zurück ins Tiefland führt. Einen Monat später kann Challenger auf dem Zoologen-Kongreß einen lebenden Pterodaktylus präsentieren, der durch ein offenes Fenster davonfliegt und in die Verlorene Welt zurückkehrt, während Onkel Dagobert über die Diamanten frohlockt, die er in der blauen Tonerde gefunden hat.

Kritik

Diese Donald-Duck-Geschichte ist eine recht werkgetreue Comic-Umsetzung des Romans Die verlorene Welt (The Lost World, 1912) von Arthur Conan Doyle, in der die Rollen von bekannten Gestalten aus dem Entenhausener Universum übernommen wurden. Donald Duck spielt den Journalisten Ed Malone, sein reicher Onkel Dagobert Duck hat den Part des Lord John Roxton übernommen, und Primus von Quack tritt in der Rolle des Professor Summerlee auf. Nur für Professor Challenger wurde eine eigene Figur geschaffen, während es für Dussel im Roman kein Vorbild gibt.

Der Pterodaktylus ist genauso wie bei Doyle viel zu groß dargestellt und in Wirklichkeit ein Pteranodon. Der Raubsaurier - bei Doyle ein Allosaurus oder Megalosaurus - weist hier alle Charakteristika eines Tyrannosaurus auf.

Bernhard Kempen

Siehe auch:
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