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Epilog für
die S-Bahn:

Helge Kautz

Farnhams Legende

Eine Erzählung aus dem X-Universum • 2000 • Auszug


Kapitel achtzehn

Es hat Tausende von Jahren gedauert, bis die Menschheit zum ersten Mal die winzige Strecke von 150 Kilometern bis hinauf in den Orbit zurückgelegt hatte; mit versagenden Hitzeschilden und zerstörten Bremstriebwerken dauert der umgekehrte Weg kaum zehn Minuten. Und kurz bevor die Luft zu heiß zum Atmen wird, fragst du dich dann, warum, warum zur Hölle sind wir nicht einfach da geblieben, wo wir hergekommen sind?
Nathan R. Gunne,
Aus einer E-Mail an Joan »Hydra« Mitchell

»Und du bist sicher, daß das, was du in der Stolz des Ceos gesehen hast, ein Xenon war?« Elena blickte Nopileos nicht an, sondern schaute weiterhin konzentriert auf den Bildschirm, der in schneller Folge Bilder von Monden, Asteroiden und kleineren Gesteinsbrocken zeigte, sowie jeweils einige Zeilen zugehöriger Informationen.
   Nopileos drehte die Klauen in der teladianischen Entsprechung eines Schulterzuckens nach oben. »Was sollte es sonst gewesen sein?«
   »Ein Aufklärungsroboter der Paraniden oder Split?«
   »Hm. Nein. Glaube ich nicht. Die Split würden eine Boronen-Spirale einfach in die Luft sprengen. Und welches Interesse sollten die Dreiäugigen an einer uralten, ausgebrannten Station haben?«
   Elena schüttelte den Kopf. Nach einer mehrsekündigen Pause sagte sie: »Und welches Interesse sollten die Terraformer daran haben?«
   Der junge Teladi kramte seine Brüllwürfel hervor, hob sie hoch und schnupperte daran. »Für die Xenon ist jede beliebige Information wichtig, die sie über die Gemeinschaft in Erfahrung bringen können«, sagte er. Er steckte die erinnerungsträchtigen Kleinode zurück in seinen kleinen, orangeblauen Polymerbeutel, während Elena sich wieder in die Aufzeichnungen vertiefte. Seit er mit ihr unterwegs war, nahmen die Ereignisse einen erstaunlich geregelten Lauf. Die Pilotin von der fernen Erde war weitaus gesammelter und ging viel zielgerichteter vor als er - oder jeder seiner Artgenossen. Ihr Ziel war es, ein uraltes Sprungtor zu finden, das Leute ihres Planeten vor vielen hundert Jahren hier zurückgelassen haben sollten. So ließ sie eine Computerkorrelation nach der anderen über ihre Sternendaten laufen, befragte lokale Bibliotheken, traf sich auf dem abgelegenen Ringo Mond mit einem Argonen namens Ferd Harling, dessen halbwüchsiger Sohn Erki sich als unausstehlicher Besserwisser entpuppte, und ließ umgebaute Nachrichtendrohnen mittlere und kleinere Objekte verschiedenster Sonnensysteme katalogisieren, um sie dann eigenhändig zu sichten.
   Elena nannte ihre Vorgehensweise »Detektivarbeit«. Es war spannend und hielt sie beide ständig in Bewegung. Während der gelegentlichen Transferzeiten zwischen den Sektoren sponnen sie beide miteinander aufregende Theorien, diskutierten über Politik, Wirtschaft, Biologie oder anderes - und erzählten einander die Geschichten ihres Lebens. Nopileos war tief beeindruckt von all den schuppensträubenden und gefährlichen Abenteuern, die Elena in ihrem Leben bereits erlebt hatte - und das trotz ihres jugendlichen Alters! Umgerechnet in die Zeitrechnung der Gemeinschaft war sie nämlich nicht viel mehr als 21 Sonnen alt, gerade einmal acht Sonnen älter als er selbst! Ein durchschnittlicher Teladi konnte mehr als das Zehnfache dieses Alters erreichen - er, Nopileos, konnte sich also durchaus noch ein wenig Zeit lassen und mußte nicht alles so überstürzt angehen, wie die kurzlebigen Menschen, die selten älter als 100 Sonnen wurden.
   »Nopileos - schau her! Ich glaube, ich hab's!«
   Aus seinen Gedanken aufgeschreckt, sprang Nopileos auf die Krallen. Elena zoomte in eine leicht verwaschene Aufnahme hinein, die in großer Entfernung eine künstliche Struktur zeigte, die einem Sprungtor verdächtig ähnelte.
   »Das ist es?«
   »Das ist es!« Ihre mandelförmigen Augen strahlten. »Nur ein paar Lichtsekunden von hier!«

*

Das vergessene, irdische Tor war uralt. Seltsam eigentlich, denn die Sprungtore, die das Alte Volk zurückgelassen hatte, waren um viele Äonen älter - doch aufgrund ihrer Beständigkeit, Verläßlichkeit und Allgegenwärtigkeit vermittelten sie eher den Eindruck der Zeitlosigkeit.
   Dieses hier jedoch wirkte wie eine Ruine; inaktiv, verlassen, die Singularität, die es einst in seinem Inneren beherbergt hatte, war schon lange durch den nagenden Einfluß der Hawkings-Strahlung verdampft.
   »Wir sind nicht die ersten hier«, sagte Elena über Helmfunk. Nopileos beobachtete die Silhouette ihres weißen Raumanzuges aus dem Cockpit der Getsu Fune.
   »Tshh?«
   »Keine Sorge... das ist lange her. Ein gewisser Martinus hat hier im Jahre 211 eine Inschrift hinterlassen.«
   »Tshhhhhh????«
   Elena hatte die Struktur des alten, irdischen Sprungtores über zwei Stunden untersucht, bis sie die Schleuse des Wartungszuganges gefunden hatte. Beide Schotts standen weit offen, und das Innere des beklemmend engen Servicetunnels war leer. An einer Stelle entdeckte Elena einen rechteckigen Schacht, der direkten Zugriff auf Teile der Maschinerie erlaubte. Die Platte, die ihn einst verschlossen hatte, war nur noch mit einem einzigen Bolzen befestigt und hing lose herunter. Hier hatte sie die offenbar mit einem Laserskalpell oder ähnlichem Werkzeug eingegrabene Nachricht aus der Vergangenheit entdeckt:

   Die letzte Anweisung aus dem alten Log von Nyanas Urahn, Commander Nathan R. Gunne, ist jetzt erfüllt. Wir haben das beschädigte Sprungtor unserer Vorväter von der Erde gefunden und seine Elektronik vollständig zerstört, so daß es von den Xenon nicht mehr instandgesetzt werden kann. Doch lassen wir seine tote Hülle hier zurück, damit sie kommenden Generationen für immer als Erinnerung daran dient, was wir aufgegeben haben, um unsere Geschwister auf dem fernen, blauen Planeten zu schützen.
   -aC, im Jahre 211
   gez. die Besatzung der
AP Gunner:
   Martinus Sandas
   Nyana Gunne
   Randol Niddong
   Jidlak Andreju
   Sonja Khadir
   Jawn Mantell

   Es wäre ein leichtes für Elena gewesen, den letzten Bolzen zu entfernen, der die Abdeckplatte noch festhielt. Doch die Platte und ihre Inschrift gehörten hier hin und an keinen anderen Ort im Universum. So nahm sie lediglich einige hochauflösende Bilder mit ihrer Helmkamera auf und kehrte zur Getsu Fune zurück.
   »Hier gibt es nichts mehr für uns zu tun«, sagte sie und verstaute den Helm des Raumanzuges in dem dafür vorgesehenen Fach auf dem Zwischendeck des Schiffes. Nopileos hatte sie bereits an der Schleuse aufgeregt empfangen; die Bilder von den Inskriptionen auf der Platte hatten ihn nachgerade kribbelig gemacht. »Aber, aber... Schwester! Weißt du, wieviel diese Platte wert ist?«
   Elena lachte laut auf. »Noppi, ich kenne da einen jungen Teladi, der behauptet, Credits seien nicht, wonach es ihm verlangt.«
   Nopileos blickte sie mit großen Augen verdutzt an. »Aber, aber...«
   »Nichts ‚aber‘. Schau, das alte Tor ist ein Denkmal. Sogar ein Mahnmal. Die Argonen haben es seit Jahrhunderten vergessen, und obwohl es sich auf teladianischem Gebiet befindet, haben auch deine Leute es nie gefunden. Wir lassen es in Ruhe und erzählen auch keinem von seiner Existenz.«
   Nopileos schaute auf den Boden und rollte eines einer Ohren zwischen zwei Krallen. »Du hast ja recht, Schwester. Aber Martinus und Nyana - die Nyana, nach der ich mein Schiff benannt habe!«
   »Verrückt, nicht?« Elena begab sich ins Cockpit.
   »Und ob! Und keines der Geschichtsbücher weiß davon zu berichten, daß sie je hier waren! Und auch den Namen ihrer Freunde und des Schiffes habe ich nie zuvor gehört!«
   »Das wird wohl alles einen Grund haben«, orakelte Elena. »Vielleicht wollten sie nicht, daß man davon erfuhr? Oder jemand anders wollte es nicht? Zum Beispiel Argon Prime? Und überhaupt, ‚AP Gunner‘, klingt das nicht genau wie die Sekte der ‚Goner‘?«
   Nopileos blickte sie mit offener Schnauze an. »Tsh! Das ist wahr! Das stimmt! Und nun?«
   Elena ließ den Pilotensessel auf seinen Schienen nach vorne gleiten und warf einige Schalter um. »Und nun fliegen wir nach Argon Prime!«
   »Aber du hast doch gerade gesagt, vielleicht... haben die Argonen selbst hier die Hand im Spiel?«
   »Nopileos, das ist fast vierhundert Jahre her. Dreihundertundirgendwas Sonnen. Jazuras. Und jetzt bin ich hier - als Gesandte der Erde, des verlorenen Heimatplaneten.«
   Der Teladi schaute nicht sehr überzeugt. Für einen Augenblick schien es, als wollte er noch etwas entgegnen, doch dann winkte er ab. »Schwester, ich bin an Bord meines Schiffes - ich brauche etwas Raum für meine Gedanken! Inanisas wird sich mit Marc verständigen und der Getsu folgen.«
   »Ich dachte, er heißt Inanias und nicht Inanisas?«
   Nopileos schnaubte. »Möge das Wachstumsjucken deine Stirnschuppe niemals verlassen, oh Schwester!«
   Lachend begann Elena, Marc mit den notwendigen Kursdaten zu versehen, während der junge Teladi seine Yacht von dem Erdschiff abkoppelte und auf weitere Anweisungen wartete.

*

Für einen Augenblick ließ Elena die überwältigende Intensität des Gefühls zu, wieder daheim zu sein. Doch Sonra, das Zentralgestirn dieses Sektors, war eine Spur zu orange und Argon Prime nicht mit genügend Blau bedeckt, um die Illusion lange aufrechtzuerhalten. Trotzdem war das System wunderschön und erst das Flackern des Sternentores hinter der Getsu Fune, das die Ankunft von Nopileos‘ Yacht Nyanas Glück ankündigte, veranlaßte sie, das Bild, das aus der Datenbank kam, von der Projektionsfläche zu löschen. In Wirklichkeit lag Argon Prime über eine halbe Stunde voraus und konnte zur Zeit noch gar nicht direkt beobachtet werden.
   Der Kommunikations-Schirm leuchtete auf, und im ersten Moment erwartete Elena, Nopileos‘ Gesicht zu sehen. Statt dessen erschien eine uniformierte Frau mit strengen, nahezu asketischen Gesichtszügen und kurzen, blauen Haaren.
   »Sektorenkontrolle Argon Prime, 17-8-99-4. Schwerer Zerstörer AP Demeter, Lieutenant Rae Scrollong. Unbekanntes Schiff auf Kurs 17-1-64-0, identifizieren Sie sich.«
   Elena mußte nicht lange über die Antwort nachdenken. Sie war hergekommen, um die Regierung der Argonen zu kontaktieren; das Versteckspiel war nicht mehr notwendig.
   »Hier Major Elena Kho an Bord des Sprungraumschiffes USC Getsu Fune. Herkunft Planet Erde, Ziel Argon Prime. Ich bitte um Zuweisung eines Parkorbits.«
   Die Frau der argonischen Sektorenkontrolle blickte sekundenlang verwirrt vom Schirm hinab, als habe sie Elena nicht ganz verstanden.
   »Herkunft... bitte wiederholen!«
   Elena wiederholte wie gewünscht und fügte hinzu: »Bitte veranlassen Sie auch, daß ich von einem Shuttle abgeholt werde und unmittelbar nach der Landung mit Vertretern der Regierung sprechen kann.«
   »Eine Sezura, bitte«, sagte Lieutenant Scrollong und verschwand vom Schirm. Nach einer Weile flackerte das Bild, und ein anderes Gesicht erschien, diesmal ein schmalgesichtiger Argone mit grauen Schläfen.
   »Hier spricht Sektoradmiral Henson. Bitte wiederholen Sie Ihre Identifikation, unbekanntes Schiff.«
   Geduldig leierte Elena ihren Spruch aufs neue herunter. Wieder entstand eine Pause.
   »Getsu Fune«, kam dann die Frage, »können Sie Ihre Behauptung, von der ‚Erde‘ zu stammen, beweisen?«
   »Scannen Sie mein Schiff, Admiral«, erwiderte Elena einfach.
   »Wir sind gerade dabei, Major. Der Aufbau ihres Schiffes ist uns zwar nicht vertraut, aber es könnte sich durchaus um ein sehr altes, modifiziertes Modell argonischer Bauart handeln.«
   »Admiral...«
   »Major, persönlich zweifele ich nicht an Ihrer Aussage; die Summe aller Indizien spricht für Sie. Einschließlich Ihres für einen Argonen sehr ungewöhnlichen Aussehens. Was durchaus positiv gemeint ist.« Der Admiral lächelte Elena zuvorkommend an. »Ich gehe davon aus, daß Sie in einem direkten Zusammenhang mit dem unbekannten Sprungraumschiff stehen, das vor eineinhalb Wozuras in unserem Überwachungsbereich entdeckt wurde?«
   Elena macht eine zustimmende Bewegung. »Hai. Ich befinde mich auf der Suche nach diesem Schiff, um seinen Piloten zur Erde zurückzubringen. Es ist jedoch zerstört worden, wie ich mittlerweile erfahren mußte.«
   Der Sektorenadmiral nickte. »Entsprechende, unbestätigte Informationen liegen uns ebenfalls vor. Major Kho, Ihr Bordcomputer erhält soeben die gewünschten Anflugdaten. Eine diplomatische Delegation wird Sie auf dem Flugfeld B3, Argonia City, empfangen.«
   »Admiral, leider ist mein Raumschiff nicht dazu ausgelegt, auf Planeten zu landen. Ich benötige eine Fähre, die mich aus dem Parkorbit abholt und hinunterbringt.«
   »Das wird arrangiert. Major Kho, wir haben hier ein merkwürdig aussehendes teladianisches Schiff namens Nyanas Glück, dessen Pilot behauptet, zu Ihnen zu gehören. Trifft das zu?«
   Elena warf einen Seitenblick auf das Gravidar, auf dem Nopileos‘ Schiff als deutlicher, weißer Blip in nächster Nähe abgebildet wurde. »Ja. Isemados Sibasomos Nopileos IV gehört zu mir. Er hat mir sehr geholfen.«
   Sektorenadmiral Henson zog eine Augenbraue hoch. »Tatsächlich? Ich könnte mir vorstellen, daß... Moment!«
   In derselben Sekunde blitzte etwas auf dem Gravidar auf; eine rautenförmige Formation von sechs Blips zog pfeilschnell über den Ortungsschirm und näherte sich ausfächernd dem Ursprung des Koordinatenkreuzes - der Position der drei Schiffe. Bevor Elena noch reagieren konnte, blitzten in der Nähe des Sprungtores Laserstrahlen durch das All und Explosionswolken breiteten sich aus.
   Durch das Videobild des Sektorenadmirals lief ein statisches Rauschen, dann erzitterte es und erlosch.
   Terraformer!
   »Marc, gehe auf Ausweichkurs. Ich brauche Waffenkontrolle.«
   »Positiv.«
   Die Getsu Fune nahm langsam Fahrt auf. Elena stellte eine Verbindung zu Nopileos her. »Laß die Nyana meine Flugmanöver spiegel- und seitenverkehrt kopieren. Ich hoffe, wir lenken Sie damit ab, bis die Demeter uns helfen kann.«
   Die Stirnschuppe des jungen Teladi war bleich. »Ist gut, Elena«, sagte er nur.
   »Wir treffen uns im Orbit. Halte die Ohren steif!«
   »Die Ohren? Ich...« Den Rest bekam Elena nicht mehr mit, da ein neuerliches Lasergewitter ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Sie deaktivierte die Funkverbindung mit einer reflexhaften Bewegung und ergriff die Waffensteuerung.
   Die meisten ihrer Schüsse gingen ins Leere, da die Kursänderungen der Terraformer viel zu schnell erfolgten. Einige, wenige Energiepfeile schlugen jedoch in die Schutzschilde der feindlichen Schiffe ein, prallten aber ohne jegliche Wirkung ab. Die schwarzen Raumer reagierten unmittelbar auf den Beschuß. Zwei der schlanken Schiffe spalteten sich von ihrem Verband ab und tauchten in langgezogenen Parabeln auf die Getsu Fune hinab. Ein schneller Blick auf das Gravidar zeigte Elena, das zwei weitere sich anschickten, der Nyanas Glück nachzustellen und die restlichen beiden Schiffe sich auf dem Weg zur AP Demeter befanden.
   Nopileos sollte in Sicherheit sein; Elena war sich ziemlich sicher, daß die beiden Xenon auch mit vereinten Kräften den übermächtigen Schild der teladianischen Yacht nicht durchdringen konnten. Den Verband der schwarzen Schiffe aufzubrechen, war es durchaus wert, daß der Teladi ein wenig bleich um die Nase wurde, fand Elena. Um ihre eigene Sicherheit war es allerdings nicht so gut bestellt. Die Robot-Raumer hatten sich inzwischen eingeschossen, und immer mehr Schüsse prasselten auf den Energieschirm des alten, irdischen Schiffes nieder. Es war abzusehen, daß er in nicht allzulanger Zeit in sich zusammenbrechen und die Getsu Fune schutzlos zurücklassen würde.
   Elena ließ von der Waffenkontrolle ab; sie konnte mit ihrem schwachen Laser ohnehin nichts ausrichten. Statt dessen ergriff sie das Steuerhorn. »Marc, ich benötige Gefechtssteuerung«, befahl sie. Der Computer würde alle unmittelbaren Steuerbewegungen des Piloten durchlassen, aber den langfristigen Kurs selbständig korrigieren.
   Wo waren die argonischen Einheiten? Mehrere Punkte auf dem taktischen Schirm näherten sich ihrer Position - doch würden sie nicht rechtzeitig vor Ort sein, um den Ausgang des Kampfes noch zu beeinflussen.
   »Kollisionsalarm!« sagte Marc. Einer der schlanken, schwarzen Raumer war der Getsu Fune weit vorausgeeilt und hatte frontal auf ihren Kurs eingeschwenkt, während der andere sich von schräg hinten näherte und aus allen Rohren feuerte.
   Elena preßte die Lippen zu einem Strich zusammen. Sie zweifelte keine Sekunde daran, daß der Xenon sie in einem Kamikaze-Manöver rammen würde. Die Angreifer waren Maschinen und würden einen ihrer Jäger genauso bedenkenlos opfern, wie Menschen einen Marschflugkörper. Sie zog das Steuerhorn zu sich heran - der Terraformer ging augenblicklich mit. Er wurde rasend größer, seine Laserblitze zuckten unaufhörlich.
   »Schilde bei 20%«, sagte Marc.
   Elena ließ sich die Ebene der Ekliptik auf das Cockpitfenster projizieren und wählte als Bezugsebene die Getsu Fune selbst. Sie löste ihre verkrampften Finger kurz vom Steuerhorn und umfaßte es erneut. Aus den Augenwinkeln ständig auf das Gravidar blickend, konzentrierte sie sich auf den schlanken, tödlichen Feind, der ihre Position in wenigen Sekunden erreicht haben würde. Geübt befreite sie ihren Verstand von allen überflüssigen Gedanken, wie sie es in zahllosen Stunden der Meditation gelernt hatte.
   Unter 150 Kilometer. Ihre Finger zuckten, doch sie beherrschte sich. Noch einen Sekundenbruchteil. Die Instrumente zeigten an, daß die Schildenergie jetzt auf nur noch sieben Prozent gefallen war. Erste Energiefinger tasteten durch sie hindurch und berührten die Hülle des Schiffes.

   Jetzt!
   Mehr intuitiv als berechnend zog Elena das Steuerhorn halb zu sich heran und mit aufheulenden Kompensatoren verließ die Getsu Fune ihren bisherigen Kurs in weitem Winkel.
   Das irdische Schiff wurde wie von einer Riesenhand durchgeschüttelt, als seine Schilde von denen des Xenonraumers durchdrungen und endgültig zerfetzt wurden; doch die Hüllen der Schiffe berührten sich nicht. Hinter Elena erblühte eine riesige Explosionswolke, als das Schiff, das versucht hatte, sie zu rammen, statt dessen mit dem Xenon zusammenprallte, der sich unter ständigem Feuer an das Heck ihres Schiffes geheftet hatte.
   »Schutzschildgeneratoren überlastet. Notabschaltung ist erfolgt.«
   Elena gönnte sich keine Sekunde des Triumphs. Das Gravidar zeigte, daß die zwei Terraformer, die der Nyanas Glück gefolgt waren, ihren Kurs bereits geändert hatten und dem schwerfälligen, langsamen Schiff von der Erde in ein paar Minuten im Nacken sitzen würde. Einige, wenige Salven aus ihren starken Lasern würden ausreichen, der jetzt schutzlosen Getsu Fune den Garaus zu machen.
   Das durfte nicht geschehen. Elena hatte die Anweisungen Admiral Molanders nicht vergessen. War Gefahr im Verzug, hatte sie den Befehl, sofort zur Erde zurückzukehren. Jetzt, nachdem Brennan und das X-Shuttle vernichtet worden waren, war sie die einzige, die die Nachricht von der Existenz der Gemeinschaft der Planeten und über die Bedrohung durch die Terraformer zur Erde zurücktragen konnte. Sie hatte keine Wahl.
   »Marc, bereite den Singularitätsantrieb für den Rücksprung zur Erde vor. Sprung erfolgt ohne Verzögerung, sobald Energieniveau erreicht.«
   »Positiv. Sprung in sechs Minuten vierzehn Sekunden.«
   Die Terraformer würden sie kurz vorher erreichen und es gab nichts, absolut nichts, das sie tun konnte, um die Konfrontation zu vermeiden. Ihre Triebwerke waren viel zu schwach und die Schutzschilde nicht mehr existent. Es sei denn... »Marc, kann die Notabschaltung der Feldgeneratoren aufgehoben werden?«
   »Negativ.«
   »Auch nicht, wenn alle Toleranzen überschritten werden?«
   »Ich muß Sie darauf hinweisen, daß diese Vorgehensweise unzulässig ist.«
   »Aber es ist möglich?« Sie wartete angespannt auf die Antwort.
   »Positiv.«
   Sie trieb das Frage-und-Antwort-Spiel noch ein wenig weiter und erfuhr so, daß die Schildgeneratoren mit Sicherheit zu Schlacke verglühen würden, sobald sie wieder eingeschaltet wurden. Bis zu dem völligen Zusammenbruch konnten sie jedoch noch für einen Zeitraum von ungefähr fünf bis fünfzehn Sekunden einen Schild mit einem sehr geringen Level erzeugen. Das sowie ein paar waghalsige Flugmanöver waren alles, was Elena zu ihrer Verteidigung aufwenden konnte. Es mußte einfach reichen!
   Hinter ihr, im Laderaum des Schiffes, verriet ein lautes, dumpfes Rumpeln deutlich, daß die schweren Energiekonverter des Singularitätsantriebes langsam, aber stetig die enormen Schwerefelder aufbauten, die das künstliche schwarze Loch aufnehmen würden. Erste Fäden verzerrter Geometrie strahlten vom Sprungantrieb aus und sorgten für ein flaues Gefühl in Elenas Magen.
   Drei Minuten.
   Vielleicht wäre es eine gute Idee, eine Nachrichtendrohne an Argon Prime zu schicken; gedacht, getan. Sie schilderte in knappen Sätzen ihre aussichtslose Lage und schickte das Miniraumschiff an die offizielle Vertretung der Argonen.
   Dreißig Sekunden bis zum Sprung; der Sprungvorgang trat jetzt in die heiße Phase ein und konnte nicht mehr abgebrochen werden. Das laute Tosen aus dem Frachtraum war furchterregend, und Elena wurde heftig durchgeschüttelt.
   Jetzt waren auch die Xenon in Reichweite und gaben ihre ersten Schüsse auf das irdische Schiff ab, um das herum ein Ring von blauweißen Energieentladungen rotierte.
   »Maaaaaarc! Schildgeneratoren ein; Sicherheitsvorkehrungen mißachten!« Sie schrie die Anweisungen durch den Lärm des Singularitätsantriebes hindurch.
   Die Bestätigung des Bordcomputers konnte sie kaum hören, geschweige denn verstehen, doch die Statusanzeige der Schilde stiegen von null auf sechs Prozent.
   Noch zehn Sekunden. Die Xenon feuerten aus allen Strahlern und fast jeder Schuß traf den Erdenraumer. Ein bösartiges Zischen, gefolgt von einem schrillen Kreischen zeigte das nahende Ende der Schildgeneratoren an. Die Anzeige sprang zurück auf fünf Prozent, dann auf drei, schließlich auf eins und letztendlich auf null. Zwei oder drei Energiepfeile leckten gleichzeitig nach der Hülle der Getsu Fune und versengten sie. Ein direkter Treffer zeriß eines der Strahltriebwerke des konventionellen Antriebs und ließ das gepeinigte Schiff taumeln. Elena biß sich auf die Lippen, als die Erschütterung des Treffers sie unvorbereitet traf. Sie schmeckte Blut auf ihrer Zunge. Zwei Sekunden. Die Entladungen zuckten in einem unheimlichen Tanz um das trudelnde Raumschiff.
   Eine Sekunde.

   Sprung!
   Eine Riesenfaust traf Elena. Ein mächtiger Knall wie von einer gewaltigen Explosion betäubte ihre Ohren; loderndes Feuer, tosendes Rauschen und das hochfrequente Kreischen der noch funktionierenden, aber völlig überlasteten Triebwerke vermischten sich zu einer Mauer aus schwindelerregendem Schall. Die Inertia-Kompensatoren kamen nur noch sprunghaft mit, und so wurde Elena unbarmherzig durchgeschüttelt. Durch das Cockpitfenster sah sie in schnellem Wechsel schwarze Streifen vorbeiziehen, weiße, blaue, dann wieder schwarze. Soweit sie es erkennen konnte, standen die meisten Anzeigen auf rot. Elena zog am Steuerhorn: vergeblich. Das Schiff reagierte nicht im mindesten auf ihre Versuche, es unter Kontrolle zu bekommen. Der Bordcomputer, der offensichtlich noch arbeitete, schien mehr Glück zu haben. Entweder lag es an den von Marc präzise ausgelösten Schubstößen der Justiertriebwerke oder es war schlicht Zufall. Jedenfalls flogen die verschiedenfarbigen Streifen nicht mehr ganz so schnell am Cockpit vorbei und nach ein paar Sekunden überwogen die Bereiche blauer Farbe. Schließlich rotierte die Getsu Fune so langsam, daß Elena genug von der Umgebung erblicken konnte, um ihre Befürchtungen bestätigt zu sehen.
   Das Schiff war exakt in den obersten Schichten der Atmosphäre der Erde aus dem Sprung herausgekommen und stürzte auf diese hinab.
   Die Getsu Fune war nicht dazu gebaut, auf Planeten zu landen. Sicher, sie konnte eine Notlandung durchführen, würde danach aber nie mehr aufsteigen.
   Elena wischte sich das Blut von den Lippen und schaute auf das Instrumentenpult. Kaum eine der vielen Anzeigen war noch in Betrieb. Doch die verbliebenen Triebwerke feuerten mit aller Macht und versuchten, den Sog der Schwerkraft abzumindern. Inzwischen rotierte das Schiff um keine seiner Achsen mehr, sondern stieg, auf einer riesigen, weißglühenden Feuersäule reitend, mit seinem Heck nach unten weisend, die verbleibenden Kilometer hinab.
   »Rückwärtige Kamera? Marc?«
   Der Computer antwortete nicht. Elena zog erneut am Steuerhorn - wieder nichts.
   Nach wenigen Minuten sah sie den Horizont. Das Schiff fiel, langsamer werdend, weiter hinab. Eine große Landmasse schob sich in ihr Blickfeld, dann das tiefe Blau eines gewaltigen Ozeanes. Welcher Kontinent, welches Weltmeer war dies? Amerika, der Atlantik? Sie wußte es nicht. Wieso war der Sprung so dermaßen mißglückt, daß sie direkt in der Atmosphäre der Erde herausgekommen war? Keine Antwort. Keine Zeit. Vielleicht noch fünf Kilometer und es gab nichts, das sie tun konnte, um den Ort der Notlandung zu beeinflussen!
   »Marc! Steuere auf das Land zu! Nicht auf das Wasser!«
   »Negativ.«
   »Gib mir die manuelle Steuerung!«
   »Negativ.«
   »Verd... wieso, Marc?«
   »Das Lagekontrollsystem ist beschädigt. Steuerung nicht mehr möglich.« Die Stimme des Computers war kalt und emotionslos wie immer, als wäre er von dem Gesagten nicht auch selbst betroffen.
   Elena runzelte die Stirn. Die Getsu würde auf das Wasser aufschlagen und sofort wie ein Stein untergehen. Ihr würden nur wenige Sekunden bleiben, das Schiff zu verlassen, bevor es auf den Grund sank. Ihre einzige Chance, die Notwasserung zu überleben, war die, in der Sekunde des Aufschlags in der sich öffnenden Schleuse zu stehen und zu versuchen, rechtzeitig aus dem Sog des versinkenden Raumschiffes hinauszukommen.
   Sie stemmte sich mit den Armen aus dem Pilotensessel hoch. Der Abstieg des Raumers verlief zwar jetzt gleichmäßiger, aber trotzdem wurde er noch in unregelmäßigen Abständen durchgeschüttelt. Die Kompensatoren schienen überhaupt nicht mehr zu arbeiten.
   Im Cockpit herrschte das Chaos. Alles, was nicht niet- und nagelfest irgendwo befestigt war, flog umher. Ein besonders heftiger Stoß ließ Elena taumeln. Sie fiel vorwärts und stützte sich mit den Händen am Schott zum Mitteldeck ab. Mit einem Fausthieb betätigte sie den Öffner, dann erfaßte sie der nächste, heftige Ruck und schleuderte sie mit der rechten Schulter hart gegen die sich öffnende Tür. In diesem Moment versagten auch die Schwerkraftgeneratoren der Getsu Fune. Das Schott, das noch vor einem Augenblick vor ihr gelegen hatte, befand sich nun unter ihr - sie lag darauf! Es öffnete sich nun vollends, und mit einem Aufschrei stürzte sie die zwei Meter bis zur gegenüberliegenden Wand des Zwischendecks - die jetzt zum Boden geworden war - hinab.
   Sie blieb sekundenlang benommen liegen, dann richtete sie sich auf die Knie auf, versuchte, wieder auf die Füße zu kommen, doch es gelang ihr nicht. Der ohrenbetäubende Lärm der mit Vollast arbeitenden Triebwerke steigerte sich jetzt noch; wie in einem Aufzug spürte sie deutlich die Verzögerung. Der Aufschlag auf das Wasser mußte unmittelbar bevorstehen!
   Ihr gelang es, sich ein Stück an der Wand hochzuziehen und den Sicherheitsmechanismus der Luftschleuse zu deaktivieren, die sich sonst weigern würde, unter Wasser aufzufahren. Ein Ruck, der heftiger war als alle vorhergegangenen, ließ ihre Hand vom Rahmen der Schleuse abrutschen. Ein stechender Schmerz durchzuckte ihren Arm, als sie mit ihrem Ellenbogen auf dem Boden aufschlug, doch sie achtete nicht darauf, sondern arbeitete sich wieder nach oben, holte tief Luft und betätigte den Öffner.
   Sie hatte im vorhinein gewußt, was sie erwartete, aber die schiere Menge der nun hereinströmenden Wassermassen war erdrückend. Das Wasser versuchte, sie mit aller Gewalt zurück auf das Zwischendeck zu drängen, und verzweifelt kämpfte sie gegen die kalten Fluten an. Schließlich war der kleine Raum vollständig gefüllt und es gelang ihr, sich mit einem kräftigen Stoß ihrer Füße aus dem Schiff hinauszukatapultieren.
   Der Strudel, den das rasch versinkende Raumschiff erzeugte, erfaßte sie und wirbelte sie umher. Elena spürte, wie sie immer tiefer gezogen wurde, weiter weg von der Helligkeit, die ihr verriet, wo ‚oben‘ war. Sie kämpfte mit aller Macht gegen den Sog an, doch es schien vergeblich. Ihr verletzter Arm fühlte sich taub an und behinderte sie noch zusätzlich, da sie ihn nicht vollständig unter Kontrolle hatte.
   Ihre Lungen begannen bereits jetzt zu schmerzen, doch sie kämpfte ohne Unterlaß.
   Das rettende Licht über ihr wurde immer trüber, immer tiefer wurde sie hinabgezogen.
   Nach einer ewig scheinenden Zeitspanne gelang es ihr irgendwie, aus dem Strudel freizukommen. Weit unter sich sah sie den klobigen Schatten der Getsu Fune mit der Dunkelheit der Tiefsee verschmelzen und verschwinden.
   Ein langer Strom Luftblasen entrang sich ihrem Mund, ihre Lungen verlangten dringend nach Sauerstoff; sie war nahe daran, der Versuchung nachzugeben und tief einzuatmen - doch die Nanomaschinen, die ihr einst erlaubt hatten, unter Wasser zu atmen, befanden sich schon viele Jahre lang nicht mehr in ihrem Kreislauf.
   Langsam begannen Elenas Arme und Beine zu erlahmen. Die Kälte nagte an ihr, der verletzte Arm schmerzte höllisch. Doch ihr Lebenswille war ungebrochen. Noch zehn, vielleicht fünfzehn Meter. Mit einer letzten Anstrengung trieb sie sich selbst voran, bis ihr Kopf die Wasseroberfläche durchbrach.
   Keuchend sog sie die Luft ein. Sie schmeckte klar und frisch und besser als alles, das sie je gekostet hatte. Schnell strömte das Leben zurück in ihre Glieder. Nach einigen Minuten hatte sie sich soweit erholt, daß sie begann, sich umzuschauen.
   Weit am Horizont sah sie die Küstenlinie - sie hatte Glück im Unglück gehabt. Wie weit mochte das Land entfernt sein? Fünf, zehn Kilometer? Sie hatte die mangelnde körperliche Betätigung der letzten Wochen bitterlich beklagt; jetzt würde sie ausreichend Gelegenheit bekommen, alle Versäumnisse nachzuholen. Sie war sich völlig sicher, daß sie diese Entfernung auch in ihrem erschöpften, verletzten Zustand ohne weiteres würde zurücklegen können. Langsam zwar, doch sie würde es schaffen.
   Aber vielleicht würde das auch gar nicht notwendig sein. In einiger Entfernung dümpelten zwei Schiffe auf den flachen Wellenkämmen; der Wind trug das leise Geräusch von Motoren zu ihr hinüber. Man hatte sie bereits gesichtet; Menschen an Deck der Schiffe winkten ihr zu und scheinbar bemühte man sich, möglichst schnell zu ihr zu gelangen.
   Um Kräfte zu sparen, ließ Elena sich auf den Rücken gleiten und von den sanften Wellen tragen. Erst jetzt begann sie, den Geschmack des Wassers auf ihren Lippen wahrzunehmen. Etwas war nicht in Ordnung. Es dauerte eine Weile, bis sie begriff, was nicht stimmte. Dies war nicht der Atlantik. Nicht die Erde.
   Das Wasser war nicht salzig.

© 2000 THQ
Mit freundlicher Genehmigung des Autors


Farnhams Legende ist eine recht außergewöhnliche Publikation. An den Roman gelangt man nur durch den Kauf von Xtension, einer Zusatz-CD für das Computerspiel X-Beyond the Frontier. Das Spiel selbst ist eine komplexe Weltraumsimulation, die dem Spieler maximale Handlungsfreiheit in einem riesigen Spieluniversum ermöglicht. Der beigelegte Roman greift auf dieses fiktive X-Universum zurück.

Originalausgabe
Helge Kautz, Farnhams Legende
(Krefeld : THQ, 2000)
Begleitbuch des PC-Game-Erweiterungssets Xtension zu X-Beyond the Frontier
Überarbeitete Neuausgabe
Helge T. Kautz, Farnhams Legende. Eine Erzählung aus dem X-Universum
(Stuttgart: Panini Verlags GmbH, 2005) [Dino-TB] Bestellen
Cover Art von Egosoft, TB, 416 S.
Siehe auch
Rezension: Helge Kautz: Farnhams Legende (2000)
Helge Kautz: Nopileos [Roman-Auszug]
Interview mit Helge Kautz
Website zu X-Beyond the Frontier
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