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The phantastic Worlds of Science Fiction Story

Florian F. Marzin

Was von uns bleibt... ?

Science Fiction
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Bericht an die galaktische Akademie zur vorläufigen Bestimmung von Geschichte und Entwicklung der sauerstoffatmenden Rasse von Lebewesen der einschränkenden Klassifizierung 3zA/14 unter Berücksichtigung von zellstoffhaltigen Datenträgern.

Hochverehrter Leiter der Akademie,
Sehr verehrte Mitintelligenzen,
Liebe Kollegen,

ich möchte mich zuerst bedanken, daß ich vor diesem erlesene Gremium unsere Ergebnisse und Hypothesen zur vorläufigen Rekonstruktion der Geschichte von YP-03 erläutern darf. Für diejenigen unter Ihnen, die mit der Materie nicht so vertraut sind, werde ich zuerst einmal den Ausgangspunkt unserer Untersuchungen kurz umreißen.
   Vor ungefähr drei galaktischen Standardzeiteinheiten ist einem unserer nichtlinear gestützten Forschungsschiffe, der TTA3/16B, ein peinlicher Fehler bei der Kursberechnung für den Flug nach CX-237 unterlaufen, was sich allerdings, wie ich hier deutlich herausstellen möchte, als ausgesprochener Glücksfall erwiesen hat. Das Schiff nahm, anstatt auf der Tangentialroute nach CX-237 zu fliegen, die relativistische Strecke querab der galaktischen Randzone. Als der Irrtum bemerkt wurde, befand sich das Schiff in, lassen sie mich es salopp formulieren, einem gottverlassenen Sektor unserer Galaxis. Wie sie wissen, nimmt die Rejustierung auf eine Tangentialroute nach einem relativistischen Flug einige Zeit in Anspruch und so entschied man, während dieser Zeit das nur wenige Lichtjahre entfernt liegende Sonnensystem, das inzwischen die Bezeichnung YP trägt, in Augenschein zu nehmen. Man fand ein System mit einer Sonne des Typs C.14/01 und neun Planeten, von denen sich drei im biometrischen Bereich befanden. Nach einer kurzen, aber den Vorgaben entsprechenden Untersuchung, konnte ermittelt werden, daß zwei davon ausschieden, da keine Anzeichen einer möglichen Entwicklung von Siliziumwesen vorhanden waren. Übrig blieb der dritte Planet, seitdem als YP-03 bezeichnet. Dieser rohstoffarme, nahezu wasserloser Trabant gab der Besatzung des Schiffes einige Rätsel auf und wurde nach einem kurzen Aufenthalt markiert.
   Nun, wie sie sicher alle wissen, kommen große, geheimnisvolle oder auch weiterführende Entdeckungen meist durch einen Zufall zustande. So auch hier. Ich erhielt die nichtssagende Notiz über YP-03 auf meinen Schreibtisch und kümmerte mich nicht weiter darum, bis ich zufällig mit den verantwortlichen Forschungsoffizier der TTA3/16B zusammentraf. Auf den damaligen, nicht sehr vorteilhaften Vorfall angesprochen, reagierte er zuerst wortkarg und wollte von mir wissen, was ich in Bezug auf YP-03 unternommen hätte. Meine einfache Antwort war: Nichts. Dann erzählte er mir einige interessante Details, die wohl bei der Kompression des Berichts verloren gegangen waren. Sie machten mich neugierig und so nahm, wie man so sagt, das Schicksal seinen Lauf.
   Als meine Forschungsgruppe auf YP-03 ankam bot sich uns das Bild eines nicht nur wasserarmen, sondern eigentlich gänzlich trockenen Planeten, wenn man von einigen geringen Wasservorkommen absieht, die sich im reduzierten Aggregatzustand an den Polen befinden. Eigentlich hätte der Planet nicht über eine ausreichende Lufthülle verfügen dürfen, doch zu unserem Erstaunen war dem nicht so. Dies stellte eine der Ungereimtheiten dar, auf die ich von dem Forschungsoffizier hingewiesen worden bin. Die andere war, daß die Oberflächenstruktur des Planeten von starken Abbrüchen und riesigen Auffaltungen geprägt war - der größte Höhenunterschied beträgt fast zwanzig Kilometer - die eigentlich auf das Vorhandensein von großen Wasserreservoirs hindeuten. Die für einen Wüstenplaneten viel zu dichte Atmosphäre ist ein weiteres Indiz dafür. Wir begannen mit ausgedehnten Untersuchungen, die sich über einen halben Planetenumlauf hinzogen und fanden unter einer dichten Staubschicht Hinweise auf eine Zivilisation, die allerdings schon, grob geschätzt, vor mehreren tausend galaktischen Standardzeiteinheiten untergegangen sein mußte. Die von uns gefundenen Relikte lassen auf eine Zivilisation der Klasse vier bis sechs der Einheitsskala schließen, doch da sind wir aufgrund der wenigen Anhaltspunkte noch sehr unsicher. Es reicht, meine verehrten Anwesenden, wenn Sie dies in einem Teil ihres Denkkreislaufes bei meinen nun folgenden Ausführungen abrufbar behalten.
   Die Rekonstruktion der Entwicklung und Geschichte von YP-03 erwies sich als überaus schwierig, da wir keine der üblichen Speichermedien für Informationen vorfanden. Keine Energiefeld gestützten Datensphären, keine Feststoffdatenträgern in Form von multimonuklearen Kristallen, ja noch nicht einmal einfache Speichermedien, wie monozentrierte Silikatverbindungen. Es hatte den Anschein, als wäre eine Einordnung dieser Zivilisation selbst im Bereich von zehn auf der Einheitsskala noch zu hoch gegriffen. Doch dann brachte der Kollege Transai von der Abteilung präzivilisatorische Geschichte den Gedanken ins Spiel, eine umfassende Katastrophe könnte alle die oben angeführten Datenträger vernichtet haben und wir so nach präzivilisatorischen Speichermedien suchen müßten, falls diese überhaupt noch auffindbar wären. Ein hilfloses Unterfangen, zumindest war das meine und die der meisten an der Expedition Beteiligten. Außer dem Kollegen Transai hatte auch niemand eine Ahnung wie diese Speichermedien aussehen könnten. Es war wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen unter der Voraussetzung, daß der Suchende weder wußte, was ein Heuhaufen noch was eine Stecknadel ist.
   Um Sie mit dem langwierigen Prozeß, der sich an diese Erkenntnis anschloß, nicht zu ermüden, es sei nur erwähnt, daß wir mehr als einen Sonnenumlauf des Planeten darauf verwendeten, fasse ich die Ereignisse, die uns schließlich einen entscheidenden Schritt weiterbrachten, kurz zusammen, um dann ausführlicher auf die Erkenntnisse einzugehen, die uns unsere Entdeckung brachte. Am Nordrand einer der mittleren Auffaltungen, in der Nähe des als Og-Obe-rphest bezeichneten Ruinenfeldes stießen wir in der Nähe einer Absenkung in zwanzig Meter Tiefe auf ein Lager von Zellstoff. Zuerst hielten wir das organische Material für eine Art Nahrungslager und die Kollegen von GX-16 genossen, nachdem es von der Analyseabteilung unseres Raumschiffes für unbedenklich erklärt worden war, die Abwechslung auf dem Speiseplan. Ich muß an dieser Stelle eingestehen, daß wir anderen, die nicht den Genuß von Zellstoff in diesem Maße goutieren können, etwas neidisch auf das Glück unserer Kollegen waren. Das änderte sich, als Kollege Transai von einer Expedition in die nördlichen Bereiche des Planeten zurückkam und die Kantine betrat. Ich will mich hier nicht lange damit aufhalten, Ihnen das daraufhin folgende Chaos zu schildern, als der Kollege Transai die Kollegen von GX-16 bei der Einnahme ihrer Mahlzeit sah. Nur soviel sei an dieser Stelle erwähnt, Zellstoff wirkt nicht sehr appetitanregend, wenn er nach einer gewissen Zeit im Magen eines Ptaners wieder unter zwanghafter Einführung eines transaischen Tentakels erbrochen wird. Wir mußten den Kollegen Transai durch den medizinischen Dienst für eine gewisse Zeit ruhig stellen. Länger als uns lieb war, denn sobald Kollege Transai wieder im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte war, versuchte er die in der Kantine durchgeführte Prozedur sofort an unserem ptanischen Bordarzt zu wiederholen.
   Als sich die Wogen geglättet und Transai sich so weit wie möglich wieder unter Kontrolle hatte, behauptete er zu unser aller Erstaunen, daß es sich bei den in dem Zellstofflager gefundenen Ziegeln um ein Speichermedium handele. Ich gestehe hier offen ein, niemand, mich eingeschlossen, glaubte ihm. Dennoch ließen wir Transai freie Hand, um seine sehr gewagte Hypothese zu beweisen. Zuerst wurden, sehr zum Leidwesen unserer Kollegen von GX-16, die Zellstoffziegel vom Speiseplan gestrichen und statt dessen jetzt mit höchster Vorsicht ausgegraben. Nach einer Woche war Transai soweit und überraschte uns mit den Ergebnissen seiner Untersuchungen, die man kurz in drei Punkten zusammenfassen kann.

Erstens: Die Zellstoffziegel waren nicht, wie angenommen, natürlichen Ursprungs, sondern künstlich und unter Zuführung einer Reihe von anderen Chemikalien, besonders bestimmten Methylacetat-Verbindungen, in ihre uns vorliegende Form gebracht worden.

Zweitens: Nahezu alle von uns gefundenen Ziegel stellten nicht den Ursprungszustand dar, sondern wiesen durchgängig mehr oder weniger starke Beschädigungen auf.

Drittens: Die Ziegel waren die lange von uns gesuchten Informationsträger.

Verehrte Kollegen, Sie können sich vorstellen, daß gerade der letzte Punkt im Beirat auf Unglauben und heftigen Widerspruch stieß, zumal Transai behauptete, die von uns als Verunreinigung der Zellstoffmasse angesehen Flecken seien sinntragende Zeichen. Doch Transai wußte uns zu überzeugen. Er hatte es zu diesem Zeitpunkt geschafft, drei der Zellstoffziegel soweit zu rekonstruieren, daß man ihre ursprüngliche Funktion erkennen konnte. Die kompakte Masse war aufgelöst worden und stellte nun eine Anzahl von identischen, dünnen Scheiben dar, die beiderseitig symmetrisch angeordnete Verunreinigungen aufwiesen. Transai hatte bei den Verunreinigungen, ich will ab diesem Zeitpunkt von Zeichen sprechen, insgesamt circa dreißig unterschiedliche Symbole extrahiert, die in unterschiedlich langen Gruppen zusammengefaßt waren. An dieser Stelle lag es offen auf der Hand, daß wir es hier mit einer Sprache zu tun hatten, für deren Speicherung ein in der gesamten Galaxis wohl einmaliges, organisches Medium benutzt wurde. Doch das weitaus größere Problem lag noch vor uns, nämlich die Entschlüsselung der Sprache von Lebewesen, mit denen wir noch nie Kontakt hatten und wohl auch nie mehr werden haben können.
   Ich möchte an dieser Stelle erneut eine lange Forschungsarbeit in ein paar Sätzen zusammenfassen. Die Entschlüsselung gelang uns schließlich, wir hatten zu diesem Zeitpunkt mehr als fünfzig gut erhaltene Fragmente des Speichermediums - ich werden ab diesem Zeitpunkt den Begriff Buch dafür benutzen, denn so haben die Bewohner des Planeten, wie sich später herausstellen sollte, ihre Speichermedien genannt - für unsere Zwecke nutzbar gemacht. Der Durchbruch gelang uns mit Hilfe eines Buches, das sich mit der Zubereitung von Speisen befaßt. Wie sie alle wissen: Hat man erst einmal einen Stein aus der Mauer gebrochen, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die gesamte Mauer zusammenbricht.
   Nachdem wir also in der Lage waren, die Sprache der Bücher zu verstehen, verschafften wir uns einen Überblick über den Inhalt. Bedauerlich ist in diesem Zusammenhang, daß das uns vorliegende Untersuchungsmaterial stark beschädigt war und wir durch eine Reihe von Vermutungen und Vergleichen der Bücher untereinander versuchen mußten, Leerstellen zu füllen. Außer Zweifel steht allerdings, und da stimmen sämtliche Kollegen mit mir überein, daß es sich bei den gefundenen Werken um geschichtliche Darstellungen der Entwicklung sowie bestimmter Epochen des Planeten YP-03 handelt. Ich werde nun versuchen anhand des uns vorliegenden Materials eine soweit wie möglich gesicherte Rekonstruktion der Geschichte von YP-03 zu liefern, die zwar durch die Auswertung weiterer Fragment noch die eine oder andere Korrektur erhalten kann, aber in ihren Grundzügen wohl Bestand haben wird.
   Ich beginne mit den klimatisch planetarischen Gegebenheiten zu dem Zeitpunkt als YP-03 noch besiedelt war. Entgegen dem heutigen Erscheinungsbild waren ungefähr siebzig Prozent des Planeten einstmals mit Wasser bedeckt. Die Polkappen waren ausgedehnt und permanent vereist. Große Teile des Planeten waren von Wäldern und anderem pflanzlichem Wachstum bedeckt, obwohl es auch zu diesem Zeitpunkt schon Wüstengürtel gab, die im gesamtplanetaren Klimaaustausch eine wichtige Rolle spielten. In dem Hologramm sehen sie die Wasserflächen blau, die Hauptvegetationszonen braun und die Wüstengürten grün eingefärbt. Ich drehe das Hologramm jetzt um die meridiale Längsachse. Die roten Flächen sind die Vereisungsgebiete an den Polkappen. Wie Sie unschwer feststellen können, eine fast perfekte Welt des Typs C/z-12.
   Nun zu den historischen Abläufen auf YP-03. Irgendwann als die Menschen, so bezeichneten sich die Bewohner selbst, den vorzivilisatorischen Status der Klassifikation sechzehn erreicht hatten kam es zu einer Invasion von Lebewesen des benachbarten äußeren Planeten, die, wie man aus der uns vorliegenden Darstellung entnehmen kann, wohl den Zivilisationsstatus dreizehn hatten und allem Anschein nach Kopffüßler waren. Diese, mit mehreren dürftig ausgestatteten Schiffen durchgeführte Invasion hätte fast das Ende der Menschen bedeutet, die den technologisch überlegenen Waffen nichts entgegenzusetzen hatten. Ich stütze mich hier auf den historischen Bericht eines direkt Betroffenen, der zusammen mit seinem Gefährten Ogilvy unmittelbarer Zeuge der Ereignisse wird. Die Menschen setzten weit unterlegene, ballistische Waffen ein, die aber gegen die Panzerung der fremden Kriegsmaschinen nichts auszusetzen vermochten. Was dann genau weiter geschah ist eine der Leerstellen, die noch zu füllen sind. Nach einer gewissen Zeit müssen die Menschen einen Beistandspakt mit Lebewesen der Klasse B/y-13 getroffen haben, die aufgrund ihrer minimalen Ausdehnung in die Kriegsmaschinen der Fremden, übrigens wird für sie der Begriff Marsleute gebraucht, eindringen und diese vernichten konnten.
   Diese Konfrontation mit einem technisch überlegenen Gegner hat einen innovativen Schub bewirkt und wenig später, eigentlich unverständlich wenn man die Entwicklungsstufe bedenkt, sind die Menschen selbst in der Lage, ein primitives, raumtaugliches Transportmittel zum Trabanten ihrer Welt zu schicken. Verantwortlich dafür war eine Forschergruppe, die sich als der Baltimore Gun Club bezeichnete und deren Präsident, Impey Barbicane, war der Mann, der diese kühne Vision Wirklichkeit werden ließ. Leider verfehlte das primitive Raumfahrzeug den Trabanten und die uns vorliegende Darstellungen der Ereignisse bricht leider an dieser Stelle ab. Doch aus anderen Fragmenten können wir das weitere Schicksal der drei Passagiere rekonstruieren. Auf einem anderen Teil des Planeten konstruiert ein Wissenschaftler ebenfalls ein taugliches Raumfahrzeug, das einen uns geläufigen Antrieb benutzt, der auf der Aufhebung der Gravitation beruht. Allerdings, so wie man es den Quellen entnehmen kann, doch noch sehr primitiv. Der Wissenschaftler Cavor nennt seine Substanz zur Aufhebung der Gravitation Cavorit, womit wohl das leicht angereicherte Element 3/4zA14 gemeint sein muß, wie mir einige unserer Elementphysiker bestätigt haben. Unter Einsatz des Cavorits begibt er sich auf eine Rettungsexpedition zum Mond und bringt die Verschollenen des Baltimore Gun Clubs sicher auf den Planeten zurück. Was sonst sollte er dort oben gemacht haben?
   Eben jene Zeit nach der ersten Invasion der Marsleute, ich spreche bewußt von der ersten, doch dazu später mehr, scheint für die technologische Entwicklung der Menschen sehr fruchtbar gewesen zu sein. Zwei weitere Entdeckungen sind in dieser Zeit bemerkenswert. Der geniale Physiker Griffin fand eine Substanz, die in der Lage ist, die Lichtbrechung soweit zu verändern, daß die damit behandelten Gegenstände eine Nullbrechung aufweisen. Wie wir wissen, eine Voraussetzung für die thermodynamische Veränderung von Atomstrukturen. Leider ist der Entdecker dieses wesentlichen Bausteins für eine zivilisatorische Weiterentwicklung unter ungeklärten Umständen zu Tode gekommen, bevor er noch seine Erkenntnisse zum Wohle seiner Rasse einsetzen konnte. Anscheinend, und das kann mit dem von den Menschen gebrauchten Speichermedium, sprich Bücher, zusammenhängen, sind seine Unterlagen mit ihm vernichtet worden.
   Wesentlich interessanter erscheint die Benutzung einer Maschine, die es ermöglicht, durch die Zeit zu reisen. Ich weiß, meine verehrten Kollegen, sie werden jetzt ungläubig die Knotenpunkte ihrer Zentralnervensysteme schütteln, aber die von uns gefundenen Unterlagen deuten darauf hin, daß zu diesem Zeitpunkt eine solche Maschine in Gebrauch war. Eine technologische Errungenschaft, zu der selbst wir noch nicht in der Lage waren. Eins der Bücher beinhaltet den Forschungsbericht einer Reise in die Zukunft des Planeten, die sich allerdings so nicht realisiert hat, was aber nicht weiter verwunderlich ist, da wir in einem Multiuniversums unzähliger Wahrscheinlichkeiten leben. Leider sind die genauen Baupläne dieser Maschine nicht in dem Datenträger enthalten, doch auch hier ist es uns gelungen, die Leerstelle durch Querverweise in anderen Büchern zu schließen. Demnach ist diese Zeitmaschine, die exakte Bezeichnung lautet Machina Ingeniosa Spazio-Temporale, circa vierhundert Jahre vorher gebaut worden, dann aber aus unerfindlichen Gründen in Vergessenheit geraten, oder wie die gleiche Quelle nahelegt, von einem esotherisch-teleologischen Männerorden unter Verschluß gehalten worden. Die Wesen von YP-03 scheinen generell auf dem Gebiet der linearen Temporaldiversifikation gegenüber uns einen deutlichen Vorsprung gehabt zu haben. Ein Dokument, das nach unseren recht genauen Berechnungen achtzig Jahre später niedergeschrieben wurde, berichtet von einem umfassenden Gebrauch dieser Technologie, um fünf Millionen Jahre in der Vergangenheit neue Ressourcen an fossilen Brennstoffen zu erschließen. Aus unerfindlichen Gründen scheint es dabei zu kriegerischen Handlungen gekommen zu sein.
   Verehrte Kollegen lassen Sie mich an dieser Stelle einen kurzen Exkurs zur generellen Datierung der hier dargestellten Ereignisse einflechten. Die von den Menschen gewählte, größte chronologische Einheit ist das Planetenjahr, welches in nicht weniger als 314 und nicht mehr als 405 Planetendrehungen eingeteilt wurde. Eine Umrechnungsmatrix in die gängigsten Zeitsystem der Galaxis müßte ihnen jetzt als Hologramm vorliegen. Schwerer als eine Ermittlung der Maßeinheit ist allerdings dieses Raster sinnvoll anzuwenden und da müssen wir noch einige Arbeit leisten. Es hat aber, eigentlich sollte ich leider sagen, den Anschein, als ob es keine gesamtplanetar verbindliche Zeitrechnung gegeben hätte. Zu sehr differieren die einzelnen Angaben. Wir arbeiten daran, doch ich kann Ihnen versichern, daß für diesen Vortrag die genaue chronologische Einordnung von sekundärer Bedeutung ist, da es sich hier um die Darstellung geschichtlicher Ereignisse handelt, die sich in einem bestenfalls einhundert Jahre umfassenden Zeitraum abgespielt haben.
   Nachdem sich binnen weniger Jahre nach der ersten Invasion der Marsleute die Ereignisse förmlich überschlagen haben, muß es um so erstaunlicher erscheinen, daß die zweite Invasion der Marsleute die Menschen offensichtlich wieder gänzlich überraschend traf. Unverständlich und wahrscheinlich erst durch weitere Fund richtig einzuordnen, ist der Umstand, daß die neuerlichen Marsleute, es scheint sich dabei eher um einen Besuch zum Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen gehandelt zu haben, denn eine feindliche Invasion, durchaus den Menschen ähnlich sind. Für einen eher freundlichen Kontakt spricht auch, daß die Besucher einen Namen erhalten, man spricht von Nume und es zu einer verbürgten Verbindung eines Menschen, Saltner, und der Nume La kommt. Erstaunlich ist allerdings, daß nahezu hundert Jahre vergehen, bis die Menschen sich zu einem Gegenbesuch aufmachen, obwohl die technischen Voraussetzungen für den, wenn auch nur begrenzten Raumflug schon seit der Entdeckung des Cavorits einige Jahre zuvor geschaffen worden sind. Auf dem Mars müssen sie feststellen, daß die Nume dem Untergang preisgegeben sind. Leider tun die unachtsamen Menschen das ihre dazu, denn die letzten Vertreter der hundert Jahre zuvor noch technisch überlegenen Rasse sterben an einer Krankheit, die von den Menschen eingeschleppt, als Windpocken bezeichnet wird. Doch die marsianische Kultur geht nicht gänzlich unter. Auf die Erde zurück kehrt Valentin Michael Smith, ein von den Marsleuten aufgezogenes Erdenkind, dessen weiteres Schicksal uns aber bis jetzt nicht bekannt ist.
   Es scheint, als ob die Menschen danach für eine gewisse Zeit jeglichen Kontakt mit und zu ihrem Nachbarplaneten abgebrochen hätten, denn von einer Situation ausgehend, als hätte man noch niemals Kontakt mit Marsleuten gehabt, wird, zeitlich nicht einzuordnen, ein weiterer Versuch unternommen, den Mars zu kolonialisieren. Dazu wählte man den Weg, Menschen genetisch so weit zu modifizieren, daß sie in der Lage sind auf dem Mars ohne technische Hilfsmittel zu existieren. Die Umformung war eine extrem drastische und brachte ein Wesen hervor, eigentlich einen kypernetischen Organismus, der psychisch extrem instabil war, und unter der Klassifikation Mensch+ geführt wurde. Ob es bei einem Prototyp blieb oder dieses neue Wesen in Serienproduktion ging, bleibt, wie leider so vieles, unklar. Es gibt Hinweise, daß in einem abgeschlossenen Terrain weitere Exemplare dieser Mensch+ Rasse gezüchtet wurden, wie wir aus dem Bericht eines gewissen Prendrick erfahren. Diese unter der Bezeichnung Moreau bekannte Forschungseinrichtung ist die am längsten auf dem Planeten existierende, denn noch achtzig Jahre später, als wieder einmal ein Mondunternehmen der Menschen danebengeht, können sich die Überlebenden auf das Terrain Moreau retten. Allerdings, so scheint es, haben die Menschen zu diesem Zeitpunkt versucht, durch Kombination des Erbgutes niederintelligente Lebensformen aus eigenem Genmaterial rückzuzüchten.
   Um diese Zeit herum, möglicherweise auch ein paar Jahrzehnte früher, haben die Menschen Versuche unternommen, ihren inneren Nachbarplaneten zu erforschen, aber aus den Berichten kann man schließen, daß dahinter ein rein kaufmännisches Interesse stand, was in manchen Fällen zu einem kleinen Krieg auf dem Venus genannten Planeten führte. Generell muß an dieser Stelle aber angemerkt werden, daß die Erforschung der näheren kosmischen Umgebung von YP-03 nur sehr unzureichend dokumentiert ist und auch nur in sehr großen Abständen stattgefunden hat. Die uns zugänglichen Quellen erwecken den Anschein, als wäre in unregelmäßigen Abständen eine Welle des Vergessens über raumfahrtechnische Zusammenhänge über den Planeten geschwappt. Deshalb kann es in diesem Zusammenhang auch nicht erstaunen, daß ab und an Versuche gemacht wurden, spaltbares Material als Treibstoff zu verwenden. Besonders tragisch sind dabei die Ereignisse, die zu einem wahren Wettlauf geführt haben, der in den meisten Fällen tragisch endete. Einige Forscher haben sich dabei wohl übernommen und nicht mitbedacht, daß Kernbrennstoff auf der Basis von instabilen Atomen ein recht ungeeignetes Mittel ist, den Weltraum zu erforschen. Ein weiterer, recht eigentümlicher Bericht ist der eines gewissen Jan Korecki, der mit einer Expedition zum Mond aufbricht, dort auf der Rückseite fruchtbares Land vorfindet und eine menschliche Kolonie gründet, die über siebenhundert Jahre besteht. Unsere Nachforschungen auf dem Trabanten haben allerdings keinerlei Spuren einer solchen Kolonisation gefunden, was aufgrund der unzureichenden Datierungsmöglichkeiten gemäß einer unabhängigen Zeitskala aber kein Beweis für eine Nichtexistenz sein muß. Was hingegen schwerer wirkt ist die Tatsache, daß ausgehend von den natürlichen Gegebenheit, eine für die menschliche Rasse verträgliche Umwelt zu keinem Zeitpunkt vorhanden gewesen sein kann. Experten nehmen an, und hier hilft uns wiederum ein anderes Dokument weiter, daß sich die Angaben auf das sogenannte Discovery-Projekt beziehen, dessen Ausgangspunkt ein vollausgebauter Stützpunkt in einem der Mondkrater war. Bei diesem Projekt handelte es sich, soweit wir es ermitteln konnten, um ein Bergbauprojekt, bei dem im gesamten Sonnensystem ein quaderförmiges, schwarzes Material abgebaut wurde, dessen Verwertungsmöglichkeit allerdings unbestimmt bleibt.
   Neben diesen Versuchen, den Schritt über ihre engen Grenzen hinaus zu tun, haben die Menschen auch Bemühungen unternommen, Silikat gestützte Intelligenzen zu schaffen. Weit, so muß man leider sagen, sind sie nach meinem heutigen Kenntnisstand nicht gekommen, wohl auch in Unkenntnis der allgemein bekannten Tatsache, daß sich eine durch Elektronenfluß gestützte Silikatintelligenz nur selbst erschaffen kann. Sie brachten es zumindest soweit, einen Hochleistungsrechner zu entwickeln, der in der Lage war, ihr Leben aufs Beste zu organisieren. Allerdings gibt es Anzeichen dafür, daß dieser Rechner bei der Verwaltung bestimmter Energiereserven auf atomarer Basis nicht einwandfrei funktionierte und es zu Fehlfunktionen kam. Dieses zweigeteilte Verwaltungszentrum Kustos/Colossus wird dann schließlich wieder abgeschaltet und wie es den Anschein hat auch nicht mehr in Betrieb genommen. Es gibt Hinweise darauf, daß einer dieser beiden Rechner maßgeblich an dem schon erwähnten Discovery-Projekt beteiligt war.
   Bevor ich zum Ende meiner Ausführungen komme möchte ich mich noch einem interessanten Nebenaspekt der Geschichte des Planeten YP-03 und seiner Bewohner zuwenden: der Fortpflanzung. Man kann davon ausgehen, daß die Menschen dreigeschlechtlich waren. Aus den uns vorliegenden, spärlichen Unterlagen können wir entnehmen, daß es eine als männlich und eine als weiblich bezeichnete Form mit teilweise außenliegenden Fortpflanzungsorganen gab. Dazu trat noch eine Entität, ich kann diese Form leider nur so umschreiben, da besonders in bezug auf dieses dritte Geschlecht kaum Informationen vorliegen, die im gewissen Sinne eine Katalysatorenfunktion wahrgenommen hat. Sie wird als Sex bezeichnet. Das männliche und das weibliche Exemplar waren anscheinend unfähig, die Fortpflanzung durchzuführen, wenn kein Vertreter des Sex anwesend war. Waren aber die grundlegenden Bedingungen, das heißt ein Zusammentreffen von Mann, Frau und Sex gegeben, dann wurde nach einer Tragezeit von circa einem Planetenumlauf ein Junges geboren, das immer männlich oder weiblich war - nie Sex. Das wirft nun die Frage auf, wie sich das Sex selbst vermehrt hat. Durch eine Form der Parthenogenese? Nun, wir wissen es nicht. Nur soviel ist sicher, weder Mann noch Frau alleine noch eine beliebige Kombination der beiden mit Sex, war in der Lage, Nachwuchs hervorzubringen. Unter diesen besonderen Bedingungen ist auch die Verzweiflung der Menschen angesichts einiger großer Katastrophen, die den Planeten heimgesucht haben, zu verstehen. Wir haben einen bruchstückhaften Bericht gefunden, wo aus unerfindlichen Gründen die Geschlechter Mann und Frau für vier Jahre getrennt werden und sämtlicher Nachwuchs ausbleibt. Dieses Ausbleiben ist für uns der Beweis, daß eine Fortpflanzung nur im Zusammenwirken aller drei Geschlechter möglich war, denn man kann wohl davon ausgehen, daß jedes Geschlecht, um der Gefahr des Aussterbens der Rasse zu begegnen, hinlänglich Versuche mit dem Sex unternommen hat. Doch das Fehlen des jeweils dritten Geschlechts hat diese Versuche in toto erfolglos bleiben lassen. Wie gravierend sich das Verschwinden eines der drei Geschlechter auf die sensible Fortpflanzungsbiologie der Menschen auswirkt, haben uns zwei andere Berichte gezeigt. Eine als Enzephalitis-16 bezeichnet Seuche drohte sämtliche Angehörigen des Geschlechts Mann auszurotten, worauf die letzten Exemplare der Gattung in extrem abgeschotteten Gebäudekomplexen kultiviert wurden, um das Überleben der Rasse zu sichern. Die endgültige Rettung stellte dann ein nicht näher bezeichnetes Ereignis dar, bei dem an einigen über den gesamten Planeten verteilten Orten unterschiedslos alle Angehörigen des Geschlechts Frau in Ohnmacht fielen und befruchtet wurden. Der uns vorliegende Bericht bezieht sich auf den Ort Midwich, wo der Nachwuchs allerdings vor der Geschlechtsreife getötet wurde. Warum wird aus dem Fragment nicht klar. Wir vermuten aber, daß möglicherweise die Ausklammerung des Sex dabei eine Rolle gespielt haben könnte. Aber nicht nur das Geschlecht Mann sah sich in der ereignisreichen Geschichte des Planeten einer existenziellen Bedrohung gegenüber, eben solches widerfuhr auch dem Geschlecht Frau. Wie ein Spiegelbild wirkt eine Seuche, die ausschließlich Frauen durch einen rapide beschleunigten Alterungsprozeß dahinraffte und die Männer in einem Verhältnis von zehntausend zu eins auf dem Planeten zurückläßt. Verehrte Kollegen von A-Z/234 ich weiß, daß Sie von solchen Bedingungen höchst beglückt wären, aber wie sich die Biologie von YP-03 darstellt, besonders mit der extrem langen Tragezeit für nur ein Stück Nachwuchs, muß man von einer substanziellen Katastrophe sprechen. Als Folge davon wurden einzelne Frauen in hermetisch abgeschlossenen Räumen zur Fortpflanzung aufbewahrt. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, daß der Virus die Männer als Zwischenträger benutzte und so eine jede Befruchtung gleichzeitig das Todesurteil für das Geschlecht Frau bedeutete. Wie es scheint, war das Geschlecht Sex gegen solcherart von Ansteckungen immun, doch dazu später mehr. Bevor sich die Lage noch verschlimmern konnte, erfährt man von einem geheimen Forschungsprojekt, bei dem menschliche Torsi zum einzigen Zweck der Nachwuchszeugung am Leben erhalten werden. Dieses als Projekt 40 bezeichnete Unternehmen ist nun in der Lage, da die Seuche bei den Frauen auf gewisse Hirndrüsen wirkt und bei den Sexualstümpfen der zentrale Nervenknotenpunkt entfernt wurde, eine ausreichende Zahl von Nachwuchs zur Verfügung zu stellen.
   Die von uns gefundenen Datenträger haben uns ein recht deutliches Bild über zwei der Geschlechter vermittelt, über das Sex allerdings wissen wir so gut wie nichts. Es scheint nie einer Bedrohung unterworfen gewesen zu sein, vielleicht, aber das ist nur eine vage Vermutung, weil es sich um eine nicht materielle Lebensform handelte. Andererseits muß diese Lebensform aber omnipräsent gewesen sein, denn wo immer es zu einem Zeugungsakt kam, und glauben Sie mir meine verehrten Kollegen, die Geschlechter Mann und Frau waren da nicht zimperlich, war das Sex jederzeit und ohne Verzögerung verfügbar. Gerade in diesem Zusammenhang weißt unser Wissen noch große Lücken auf, da der Zeugungsakt in keiner Weise ritualisiert gewesen zu sein scheint. Weder gab es eine bestimmte Zeit noch eine vorgegebene Örtlichkeit dafür, was allerdings bei der unkompliziert erscheinenden Prozedur auch nicht von Belang gewesen sein mag.
   Zum Abschluß meines Vortrags möchte ich einige Vermutungen über den Untergang dieser Rasse äußern. Wie schon ausgeführt ist der Planet YP-03 , so wie er uns sich heute präsentiert, als eine lebensfeindliche Umwelt der Kategorie L/a-35 einzustufen und höchstens für Wesen im Spektrum XSRTT geeignet. Zur Zeit der geschilderten Ereignisse war er aber ein Planet der Kategorie C/z-12 und im semioptimalen Spektrum TXPPZ. Wir haben eine Reihe von Dokumenten gefunden, einige habe ich hier vorgestellt, die auf häufige Invasionen von Außen schließen lassen. Leider ist die Qualität der Datenträger, die uns zur Verfügung stehen, bis auf die oben genannten Invasionen der Marsleute, sehr dürftig, aber wir hoffen, mit weiteren Funden diese Lücke zu schließen. Es gibt Hinweise, daß der Planet YP-03 von sogenannten Overlords heimgesucht worden ist, die mit dem Nachwuchs der Menschen gentechnische Experimente angestellt haben. Irgendwann einmal erschien ein Wesen, das als Klaatu bezeichnet wird, und versuchte die Welt durch das Ausschalten sämtlicher Energiequellen zu unterjochen, doch dieser Angriff wurde von den Menschen mit Hilfe der Triffids zurückgeschlagen. Ein Angriff von mehrbeinigen, exoskeletttragenden Lebewesen, die einen Ort namens Buenos Aires zerstört haben, führt zu einer über Jahre sich hinziehenden Auseinandersetzung, deren Ausgang mehr als ungewiß ist. Dennoch müssen sich die Menschen durchgesetzt haben, denn schon bald sehen sie sich von einer Intelligenz namens Creeps bedroht. Außerdem ist in einem nur wenige Seiten umfassenden Fragment von einem Wurmgott die Rede, der zusammen mit anderen Würmern auf die Erde gekommen ist und dort im Wüstengürtel gelebt und geherrscht hat.
   Das soll genügen um Ihnen, verehrte Kollegen, einen kurzen Überblick von unseren Forschungen auf YP-03 zu geben. Gerade die letzten Hinweis erscheinen gesamtgalaktisch gesehen höchst interessant, da keine der in den Analen erwähnte Intelligenzen uns bis jetzt bekannt war. Hier wird uns von einer längst untergegangen Rasse wieder einmal bewußt gemacht, wie wenig wir eigentlich über unserer Galaxis wissen. Wir sollten umgehend ein breit angelegtes Forschungsprogramm starten, um eben jene angesprochenen Intelligenzen zu finden. Nicht zuletzt könnten sie uns, da sie mit jener geheimnisvollen Rasse auf YP-03 Kontakt hatten, nähere Aufschlüsse über sie vermitteln. Es kann doch nicht sein, daß eine Rasse, die auf einem unbedeutenden Planeten in einem Seitenarm der Galaxis existierte, und die nach unseren jetzigen Erkenntnissen ihr Sonnensystem wohl nie Verlassen hat, über Kenntnisse verfügt, die einer Kultur wie der unseren unbekannt sind.
   Sie werden sich sicher fragen, wie es nun zu dem Untergang dieser Rasse und der katastrophalen Wandlung des Planeten kommen konnte. Nun, auch da sind wir bis jetzt noch auf Vermutungen angewiesen, aber der auslösende Faktor scheint ein Angriff gewesen zu sein, den die Menschen nicht meistern konnten. Dieser Angriff wurde von den Instant Biestern geführt. Ich hoffe, daß wir gut gerüstet sind, wenn wir diesen gnadenlos erscheinenden Intelligenzen ins Auge blicken müssen.

Hochverehrter Leiter der Akademie,
Sehr verehrte Mitintelligenzen,
Liebe Kollegen,

ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit

© 2002 by Florian F. Marzin
Mit freundlicher Genehmigung des Autors

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Erstveröffentlichung in
Hahn / Iwoleit / Mommers: NOVA 1
(Wuppertal: Verlag Nummer Eins, 2002) Bestellen
Titelbild von Thomas Thiemeyer
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