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Berlin, den 9ten Oktober [1839]. Die Resultate der Arbeiten an der
Berlin - Sächsischen Eisenbahn bis Ende September sind folgende: Mit Ausnahme der ¾
Meilen von hier bis Lankwitz, der nächsten Umgebung von Wittenberg und etwa einer Meile
im Herzogthume Cöthen ist der Bahnbau auf der ganzen Linie im Gange. Die Arbeiten von
hier bis Lankwitz haben noch nicht beginnen können, weil noch unentschieden ist, ob die
Bahn den Exerzierplatz vor dem Halleschen Thore durchschneiden, oder denselben in einer
Curve umgehen wird; wegen der Bahnlinie bei der Festung Wittenberg schweben noch
Verhandlungen mit der hohen Militair-Behörde, und im Herzogthum Cöthen ist das
Expropriations-Gesetz noch nicht promulgirt, nunmehr aber täglich zu erwarten. - Auf dem
hiesigen Bahnhofe ist der Bau des Empfanghauses und des Seitenflügels so weit
vorgeschritten, daß jetzt die ersten Balken verlegt werden können. Der Grundbau zu dem
Steuer- und dem Schachtgebäude vor dem anzulegenden neuen Thore ist beendigt. Von den auf
der ganzen Bahnstrecke zu bewegenden Erdmassen ist beinahe der dritte Theil bewegt, und
von dem zu fertigenden Planum von 40,108 Ruthen
sind bereits 14,646 laufende Ruthen, also mehr als ein Drittheil, fertig und die Dossirung
größtentheils mit Rasen belegt. Es waren im Monat September im Ganzen 3737 Arbeiter an
der Bahn beschäftigt und ungeachtet wiederholter Bekanntmachungen und Einladungen durch
die Amtsblätter in den angrenzenden und entferntern Regierungsbezirken war keine
größere Anzahl Arbeiter heranzuziehen.
- Siehe auch:
Eisenbahnstadt Berlin
Berlin - Anhalter Eisenbahn
Vossische
Zeitung
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